KnitAngel am 24. Juli 2010
Ja, denn ich hab’ mal wieder ein “Paar” davon. Die Passform von Ärmeln verleidet mir doch regelmäßig das Stricken. Mein Thai-Top (ravelry-Link) hab’ ich mir wunderbar windschnittig neu berechnet, und es passt wie angegossen. Doch jetzt mal wieder - wie immer - die Ärmel.
Erster Versuch: gestrickt laut Anleitung. Zu klein geraten, obwohl etwas abgeändert. Selber schuld, da ich im Laufe eines Projekts meist fester stricke. Da mir aber die Naht im Perlmuster ohnehin nicht gefällt (guckt euch mal das Foto im Heft genau daraufhin an), habe ich die zweite Ärmelversion direkt eingestrickt - wie bei meiner Martha. (Ouuups - die muss ich doch auch noch fotografieren … *Notizzettel-schreib*) Der Ansatz ist perfekt gelungen, viel besser als jede Naht. Aber kurz vor Schluss sieht man selbst mit Nadel drin, dass die Ärmelchen zu weit werden.
Mit abgewinkeltem Arm mag es ja noch gut aussehen,

aber der anliegende Arm offenbar das Desaster (auf jeder Seite wären noch 12 Maschen in einer eigenen ‘Querreihe’ abzustricken, die kämen also in der Weite noch dazu):

Von hinten sieht man auch schon, wie der Ärmel (durch das Nadelseil aufgespannt) absteht.

Ohne Nadel gibt das ‘ne dicke Beule / Falte. (Ich erinnere mich, dass der so eingestrickte Ärmel auch bei “Martha” etwas zu weit wurde, doch da soll ja auch noch eine Bluse drunter passen; dennoch hatte ich gegen Ende getrickst und Maschen zusammengestrickt.)
Und nun? 3 Möglichkeiten:
1. Ich könnte mir einen neuen separat zu strickenden Ärmel ausrechnen (mit der guten alten Schweizer Methode, die zunächst die Kurve über ein Din-A-4-Blatt vorzeichnet und dann ein wenig rechnet und pröbelt). Das sitzt. Aber dann hätte ich doch wieder diese doofe Naht.
2. Oder ich beginne das ‘Quer-übers-Armloch-stricken” nicht lediglich über dem oberen Drittel des Armlochs, sondern direkt über einer längeren Strecke. Aber um wie viele Maschen länger? Doch mindestens 12 pro Seite, um nicht weiter zu werden als der Ärmel auf den Fotos ist?!?
3. Ich könnte auch jetzt, gegen Ende, immer zwei neue Maschen vom Armloch dazu nehmen (statt immer nur die zuvor umwickelte mit abzustricken). Doch das ergäbe vermutlich die berühmt berüchtigten Puff-Ärmel … und ist damit eigentlich schon aus dem Rennen.
Zu bedenken ist überdies, dass die Schulterpartie hier fast überschnitten breit angelegt ist, was ich nicht geändert habe, um den Charakter des Modells nicht zu verändern. Wie sähe dazu ein steil ‘abfallender’ Ärmel (Lösung 2) aus?
:-((((( Versteht ihr jetzt, dass meine UFO-Herde immer wächst? Das Stricken ist kein Problem, aber der Schnitt. — Hat vielleicht jemand eine Meinung zu meinem Problem? Ich tendier’ zu Lösung Nummer 2 und strick’ einstweilen mal wieder “mindless”-Kram. Schade!
Frustriert grüßt
Angelika