Hoppelparade

 

Ein paar Filzplatten, Stickgarn und Bänder aus dem Ein-Euro-Laden, …

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ein paar abendliche Sofastunden mit der Nähnadel in der Hand, und die Osterhasen vermehrten sich hinter meinem Rücken wie die sprichwörtlichen Karnickel.

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In der Nacht vor Ostersonntag dann wurden sie auf diverse Blumennestchen gesteckt …

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und heimlich, still und leise vor den Türen der Nachbarn deponiert. Dass der Osterhase bei dieser Arbeit überall noch ein paar Schokoeier verloren hat, liegt in der Natur der Dinge ;-)

Euch allen wünsch’ ich mit dieser Bastel-Anregung frohe Ostern! Vielleicht mögt ihr ja fürs nächste Osterfest auch solch eine Hoppelband basteln. Vorlagen für die Häschenform findet man im Internet zuhauf. Besonders niedlich finde ich das Häschen mit Pfoten und Puschelschwanz – zu finden unter “Easter makes” in Simply Sewing 27.

Lieben Gruß

Angelika

 

 

Versuchsreihe

Beim Nähen lerne ich am besten, indem ich Modelle, die ich mag, wiederholt nähe und sie dabei verbessere. Als ich meine erste “Lady Rose” nähte, war ich vom Schnitt dieses Kapuzenpullis noch sehr angetan, doch das Nähen in Serie zeigte, dass die Passform bei der Verarbeitung dünnerer Stoffe (hier leichter Baumwolljersey) …

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für mich nicht wirklich gut ist.

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Vor allem fällt jetzt negativ auf, dass die Armlöcher eigentlich für überschnittene Ärmel angelegt und daher für meine schmalen Schultern nicht weit genug ausgeschnitten – bzw. zu ‘überschnitten’ – sind. In Relation dazu ist der Ärmel etwas zu eng. Glaubt es mir, auch wenn ich offenbar in dummer Eitelkeit ‘schöne’ Bilder ausgewählt habe, als die die bereits vor einiger Zeit bearbeitet habe. Bei diesem Modell hatte ich die Ärmel übrigens auch schon etwas weiter genäht (durch Verringern der Nahtzugabe).

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Auch die Abnäher sitzen nicht so gut wie beim Hoody aus dem dicken Stoff, und natürlich malen sich die Speckrollen besser ab. (Ich wiederhole mich: Diese Fotos sind sehr schmeichelhaft ;-)

nougat_05Immerhin mag ich die Stoffkombination – die Farben auf dem Foto unten stimmen am besten:

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Jedenfalls habe ich den Schnitt inzwischen für mich angepasst – Armausschnitt und Armkugel geändert sowie die Ärmel erweitert. Doch die so entstandenen ‘Versuchskarnickel’ müssen erst noch fotografiert werden. Später einmal mehr dazu.

Schneidergrüße!

Angelika

 

Herzliche Grüße

schicke ich  mit dem, was vom Hartriegel übrig blieb:

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Inspiriert von dieser Video-Anleitung, nur etwas vereinfacht. Man könnte das Objekt noch verdichten (dafür reichte leider das Material vom echten sibirischen – also feuerwehrroten – Hartriegel nicht, und mehr gelbe Weide hätte es zu bunt gemacht), man könnte Reagenzgläser als Vasen für frische Blüten einarbeiten, Schleifen anbringen, saisonorientiert unten Ostereier dranbinden … oder es einfach so lassen und das Schmücken vielleicht im Sommer einer Clematis überlassen, die es überrankt. Ach, ich bleibe wohl die ewige Puristin ;-) Denke aber, die Empfängerin sieht das genau so wie ich.

Allerherzlichste Gartengrüße

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Angelika

Frühling – und es sprießt …

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Überall erscheinen kleine, zarte Blüten, und in den Zweigen hängt Unerwartetes:

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Hier ein flauschig-zartes Baby-Mützchen, dessen Form an eine Stupa erinnert.

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Na ja, mal mehr, mal weniger ;-) denn die Rippen aus glatt rechten und kraus linken Maschen machen die form seeeehr flexibel.

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Total einfach – total genial – nach einer Anleitung von Ulrike! Und natürlich aus perfektem Baby-Garn: “Mille Colori Baby” von Lang (butterweiche Merinowolle). Die Blümchen sind (frei nach Schnauze) aus Rowans “Kidsilk Haze” gehäkelt.

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Nur mal so gezeigt, damit hier keiner denkt, sie stricke nicht mehr …

Lieben Gruß

Angelika

Die ewigen Reste – Rezept für meine Dickerchen

Es ist schon erstaunlich, wie viele Garnreste im Laufe der Zeit vom Sockenstricken übrig bleiben. Zwei große Plastikboxen habe ich angefüllt – nach Farben sortiert, denn lange schwebte mir vor, eine dieser wunderschönen “Restedecken” nachzustricken, die man im Internet findet. Allerdings zweifel ich inzwischen daran, dass die beeindruckenden Exemplare wirklich aus Resten entstanden sind, denn egal, wie gut ich meinen reichhaltigen Schatz sortiert habe, … es passen nie genug Farben wirklich gut zusammen.

Deshalb habe ich beschlossen: Sollte ich jemals solch eine Decke stricken wollen, dann investiere ich lieber in einige passend zueinander gewählte Knäuele, damit die viele Arbeit auch wirklich ein Schmuckstück ergibt! Doch was dann tun mit den vorhandenen Resten?

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Ganz einfach: “Dickerchen” stricken, also Socken aus doppelt genommenem Vierfach-Garn – fürs Sofa gedacht oder für die Gartenclogs.

Schwesterliebe

Wie diese Frühlingssocken für mein Schwesterherz – mit extraweitem Schaft die perfekten Bettsocken. Leider findet man zur Zeit nur schwierig Sockentabellen für 8-fach Garn. Deshalb hier meine persönliche Erinnerungsstütze für den kommenden Winter:

Für die Größen 39-42 schlage ich 48 Maschen an (für einen extraweiten Schaft die doppelte Anzahl und dann in der ersten Reihe je 2 Maschen mustergerecht zusammenstricken). Um harmonische Farbübergänge zu erzielen, wechsele ich nicht beide Fäden gleichzeitig, sondern schleiche eine neue Farbe ein, indem ich sie zuerst nur für eine Runde verwende, kurz darauf dann für zwei Runden und so weiter.Weil man fürs Einschleichen also drei Fäden gleichzeitig verarbeitet, ziehe ich den gerade nicht benötigten Faden mit hoch, indem ich ihn in den aktuell verwendeten einhänge.

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Die Methode, zwei Socken gleichzeitig auf einer Rundstricknadel zu stricken, …

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habe ich getestet und für schlecht befunden. Zwar muss ich mir so nicht merken, welche Garne ich nacheinander verwendet habe, doch die ewige Hin- und Her-Schieberei der Maschen über das lange Seil nervt mich Feststrickerin total. Da stricke ich lieber den Zweitsocken abschnittsweise parallel auf einem zweiten Nadelspiel.

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Die Fersenwand stricke ich über die Hälfte der Maschen, 24 Reihen hoch. (Und zwar so: erste M. rechts verschränkt, dann zwei M. links, danach im Muster – z. B. immer eine rechte und eine Hebe-M. – bis zu den letzten drei M.: davon wieder zwei links stricken und die letzte M. links abheben. In der 2. Reihe: Erste M. re. verschränkt, den Rest der Reihe links stricken, letzte M. abheben. Auf diese Weise entstehen am Rand Krausrippen, von denen sich leicht 12 abzählen lassen; und aus den hochgezogenen Randmaschen lassen sich später gut verschränkte Zwickelmaschen herausstricken.)

Nach der Fersenwand eine Herzferse (und zwar so: rechts stricken bis inkl. zwei Maschen nach der Mitte, zwei M. linksgeneigt zusammenstricken (“ssk”), dann noch eine rechte Masche, um diese Linksneigung zu verankern. Wenden: Die erste Masche abheben, dann links stricken bis inkl. zwei Maschen nach der Mitte, zwei M. links zusammenstricken und dann noch eine linke Masche zum Verankern. Wenden und bis vor die Lücke stricken, diese in Verlängerung des ssk schließen, verankern, wenden … usw.).

Für den Zwickel aus der Fersenwand je 12 M. verschränkt herausstricken (ggf. noch eine Zusatzmasche im Übergang zum Spann aus dem verdrehten Querfaden, um das sonst unvermeidliche Löchlein zu kaschieren). Nachdem in der ersten Runde dann ggf. die Zusatzmasche mit einem Nachbarn zusammengestrickt wurde, gilt für die weiteren Zwickelabnahmen: In jeder zweiten Reihe abnehmen, bis wieder 12 M. auf jeder Nadel sind.

Die Bandspitze beginnt nach 20,5-22,5 cm mit der ersten Abnahmerunde. Danach einmal in der 3. Runde abnehmen, viermal in jeder 2. Runde und viermal in jeder Runde. (Sie geht also über 16 Reihen: nach Maschenprobe vorher überschlagen, ob die Gesamtlänge passen wird.)

So, falls nun zum nächsten Winter gar keine 8-fach-Tabellen mehr zu finden sind, kann ich bei mir selber nachgucken ;-)

Die Wintergeschichten jetzt einmottend grüßt

Angelika