Endlich angebändelt

Hier kommt sie, die versprochene Bilderstrecke zum Bändelpulli (über die Farbabweichungen bitte ich gnädigst hinwegzusehen – unterschiedliche Kameras und Lichtverhältnisse und keine Lust, ewig an der Nachbearbeitung herumzutüfteln).

Recht einfach zu stricken, das Modell … und irgendwie, finde ich, verleiht die Bändchenschnürung dem Teil doch eine gewisse Lässigkeit (jedenfalls solange frau halbwegs gerade steht – sonst sorgt sie eher für einen Beutel vorm Bäuchlein ;-)

Ich erwähnte hier schon, dass das Vorderteil unten um ein Drittel weiter ist als das Rückenteil; und es wird ohne die Borte begonnen. Diese wird zum Schluss separat in drei Teilen angestrickt: in der Mitte nur ein kurzes Börtchen (offenbar, damit’s nicht zu sehr knubbelt) – rechts und links dann eine Borte, deren Höhe dem hinteren Teil entspricht und die in die Bänder ausläuft. Für Letztere habe ich 25 Prozent mehr Maschen aufgenommen, damit’s großzügig und nicht nach Kinderschleife aussieht. (Ich hatte ja auch den Pulli selbst verlängert; wie genau, steht dort.)

Als Anschlag für die Bändel-Maschen eignet sich das Aufhäkeln perfekt,

weil die so produzierte Kante der abgeketteten optisch genau entspricht, das Band also an beiden langen Seiten gleich aussieht.

Sonstige Produktionsdetails:

Die Schultern mit verkürzten Reihen geformt …

und dann mit drei Nadeln abgekettet.

Beim Zusammennähen mal wieder sehr hilfreich: Sofakissen und verschließbare Plastikhaken.

Das müssen nicht die überteuerten Maschenmarkierer sein – Gardinenhaken tun’s bei diesem Garn ebenso gut.

Vor allem, wenn’s drum geht, schräg laufende Teile zu verbinden, erleichtern sie die Prozedur doch erheblich.

Damit geht das Nähen im Matratzenstich dann ruckzuck; und wenn man dann noch bei den krausen Passagen die Nahtrille um eine halbe Masche versetzt (um immer einen unteren krausen Bogen mit einem oberen verbinden zu können – was aber im Glatt-Rechts-Teil eine nur halbe Masche am Rand ergäbe), dann wird’s perfekt.

(Regieanweisung: Sonnenbrille auf fürs nächste Foto ;-) Sitzt sehr bequem

– ich bin zufrieden.

Ein schönes Wochenende ins Bloggerland!

Angelika (im Küchenaufbau-Stress)

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Modell: “Soothe”/”Taupe Knot” von Marrie Wallin
Anleitung: Rowan Magazin #49 / Simply Knitting #81
Garn: katia “espiga”
50% BW, 50% Poly, 50 g = 121 m
Nadelstärke: 3,5
Größe: M
Verbrauch: 353 g
Modifikationen: verlängert: Chart R. 1-15 zwei mal gestrickt, 100 M. für Bänder angeschlagen

4 Kommentare

  1. Hallo Angelika,

    Das Modell konnte ich mir gar nicht so recht vorstellen.
    Es ist aber wirklich klasse geworden!
    War echt eine tolle Idee!
    Liebe Grüße
    Lena

  2. Diesen Post finde ich richtig, richtig klasse. Die ganzen ausgeklügelten Details in einem Post mit tollen Fotos. Die Idee mit den Gardinenhaken ist so klug! Zum fertigen Ergebnis: richtig hübsch <3 Ich kenne das Original nicht, aber diese Version ist sehr schön!

  3. Sieht klasse aus. Sehr schön geworden.
    Dann wünsche ich dir noch viel Spaß beim Küchenaufbau.
    Schönes Wochenende.
    LG
    Anja

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