knapp daneben ist auch vorbei

Das traumhaft schöne Herbstwetter macht der Gärtnerin das Leben schwer: Einerseits perfekt, um draußen zu werkeln und endlich für frostigere Zeiten vorzusorgen, andererseits blühen Geranien, Petunien und Fuchsien auch Mitte November noch so üppig, dass es in der Seele wehtut, sie abzuschneiden.

Die Vorstellung, das dann aber sehr bald bei Gruselwetter tun zu müssen, hat das “Einerseits” gewinnen lassen. Also wurde gestern gebuddelt, geschnitten und eingetütet (kennt Ihr die Methode, die Geranien kopfüber in Gefrierbeuteln hängend zu überwintern?). Auch ein Verschlag mit transparenter PVC-Wand musste unter dem Balkon gezimmert werden, als Kübelquartier.

Während dieser Arbeiten wurden wir stundenlang immer wieder mit Musik bedröhnt, die mich einen Kindergeburtstag in einem der benachbarten Gärten vermuten ließ. Doch der Sprint zum Bäcker, kurz vor Ladenschluss, offenbarte im Park einen riesigen Scheiterhaufen. Was durch die Luft waberte, war also der Soundcheck für diesen Auf(t)ritt:

Da waren sie dann abends auch alle, die Laternenkinder des Ortes. Alleine tausend (!) als angemeldete Zugteilnehmer. Ein schönes Bild.

Nur an unsere Haustüre hat sich dann doch kein Sängergrüppchen mehr verirrt, der Nachteil unserer Randlage. Dabei ist der Park nur nur zwei Sträßchen weit entfernt – aber “knapp daneben” ist eben leider auch “vorbei”.

Ich wünsch’ euch eine angenehme Woche mit hoffentlich noch einigen Sonnenschein-Tagen!

Angelika

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