Mieten statt morden

Eigentlich mag ich Weihnachtsbäume sehr, sie krönen für mich das Fest – vor allem, wenn sie duften. Doch seit etlichen Jahren hatten wir keinen Baum mehr. Nicht nur, weil’s in der neuen Wohnung an Platz mangelt, sondern auch, weil ich den ökologischen Schwachsinn von gedüngten und gespritzten Weihnachtsbaummonokulturen nicht unterstützen mag. Und das Gefühl, dass ein Lebewesen getötet wird, damit es mir wenige Tage als Deko dient, und dass es danach weggeworfen wird, das ist auch nicht schön. Doch die Alternative eines künstlichen Baums scheint aus ökologischer Sicht wohl noch schlechter zu sein (mal ganz abgesehen von der Geschmacksfrage). Deshalb also bislang unser Verzicht.

Ja, ihr habt richtig gelesen: “bislang”. Denn dieses Jahr haben wir uns einen Weihnachtsbaum gemietet:

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Der Mietbaum steht, in einen Kübel getopft, im Garten und funkelt im Dunkeln stolz mit seiner Lichterkette. Vom Schreibtisch aus hab’ ich ihn direkt vor der Nase und kann mich so jeden Tag dran freuen. Zu Weihnachten kommt er dann mit auf den jetzt schon festlich geschmückten Balkon, damit wir ihn auch vom Wohnzimmersofa aus gut sehen können (man dürfte ihn aber durchaus – nach einem Eingewöhnungstag im kühleren Keller – ins Haus holen). Und Mitte Januar wird unser Baum dann wieder nachhause reisen, in seine Baumschule, wo er weiter gepflegt wird.

balkonkasten

“Rent a Christmas Tree”: ein wunderbares Angebot, das die Baumschule Becker in Luxemburg schon seit etwa 15 Jahren macht. (Hier steht zurzeit ein Bericht in der SWR-Mediathek). Nicht gerade “um die Ecke”, doch wir hatten Glück, weil meine Freundin, die dort arbeitet, noch einen entbehrlichen Baum im Auto hatte, als sie uns letztes Wochenende besuchte. Da haben wir spontan zugeschlagen. Ehrensache, dass wir unseren grünen Gast nach den vorgegebenen Regeln pfleglich behandeln werden.

Nun dann: Frohe Weihnachten jetzt schon mal für alle Menschen, Tiere und Pflanzen.

balkonkasten_I

Ich wünsch’ euch möglichst wenig Stress in beim Endspurt: Überlegt am besten mal ernsthaft, ob die Arbeiten, die ihr alle meint noch erledigen zu müssen, wirklich notwendig sind … oder ob ihr Entsprechendes (z. B. die dritte Ladung Plätzchen backen) überhaupt vermissen würdet, wenn jemand anderes es einfach nicht machte … (und ratet mal, wie ich zu dieser schlauen Weisheit gekommen bin ;-)

Vorweihnachtliche Grüße

Angelika

3 Kommentare

  1. Ja, einen Weihnahtsbaum mieten ist eine sehr gute Idee. Sowas gibt es bei uns in der Gegend leider nicht, oder sollte ich sagen noch nicht. Gibt es vielleicht einen Baumschulenbesitzer der hier mitliest?
    Und Stress vor Weihnachten, den mache ich mir nicht mehr, weil ich immer die Tage vor Weihnachten arbeiten muss. Das hat dazu geführt, dass wir in unserer Familie vieles geändert haben.

    Frohe Feiertage
    wünscht
    Angelika

  2. Was für eine wunderbare – und dabei so einfache -Idee!!!
    (und Deine Balkon-Deko ist wunderschön!!)

    Liebe Grüße,

    Ulrike

  3. Schöne Idee mit dem Baum zum Mieten. Ich versuche auch so stressfrei wie möglich die letzten Tage vor dem Fest und dem Jahreswechsel zu verbringen, allerdings plagt mich nun die Schlaflosigkeit und treibt mich um diese Uhrzeit ins http://www...
    LG Anja

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