Gartenstand März 2014

Oh, oh, der Mai ist gekommen, und noch nicht einmal die “Mitte-März”-Gartenfotos hab ich eingestellt. Dabei wollte ich mir doch ein kontinuierliches Gartennotizbuch machen, um später vergleichen zu können, was sich zu welcher Jahreszeit so alles draußen tut. Also nun ein paar gefühlt uralte Fotos – vermutlich nur für mich selber interessant.

Frühlingshafte Tage bereits im März – also weg mit der Balkon-Winterdeko: Christrosen verschenkt, die Gaultherien versuch’ ich im Kasten bis zum nächsten Winter zu päppeln (merke: saurer Boden bzw.  entsprechender Dünger und viiiiel Wasser).

gaultheria_9658

Stattdessen Buntes in den Kästen und Körben:

mix_balkon_II

Auch im Garten schießt’s mächtig: Im von mir favorisierten Schattenbeet …

schattenbeet

die letzten Krokusse und Alpenveilchen, reichlich Lungenkraut und Hyazinthen, viel “Zwiebelgrün” (Tulpen, Narzissen, Hasenglöckchen und Milchsterne), überall spitzen die Funkienspargel wie Zinnsoldaten aus der Erde, während die schmalblättrige Variante im Topf (hinten rechts) schon üppig ausgebreitet ist. Die Astilbe zeigt erste Blütenansätze.

wildtulpe

Die Wildtulpen schon fast verblüht.

Unter den Büschen blüht das Scharbockskraut, der Waldmeister lässt sich blicken,

mix_kraut

Der Aukube scheint’s im schattigen Kübel gut zu gehen – sie legt ordentlich zu:

aukuba

Auch in den anderen Töpfen regt es sich:

mix_topf

Die Limelight-Hortensie treibt aus, die Bauernhortensie sieht schon fast frühsommerlich aus. Auch die silbrigen Grüntöne kommen: Zwerg-Silberraute und Schmetterlingsflieder erwachen, der Lavendel schiebt Nadeln,

lavendel

daneben leuchten die ersten Blättchen der Prachtkerze (Gaura Lindheimeri) rötlich.

A propos Hortensie: Nachdem wir die Traubenkirsche brutal abgesägt (“geschneitelt”) haben, hat sich die uralte Kletterhortensie, die mitten durch den Stamm des Baums durchgewachsen bzw. in ihn eingewachsen ist,

kletterhortensie_2

prächtig erholt. Endlich Licht! Doch keine Sorge, der Baum treibt auch wieder aus, der ist quasi unkaputtbar. Ebenfalls ein treues Stehaufmännchen: unsere Blutpflaume, von einem Vormieter viel zu nah ans Haus gepflanzt und nun regelmäßig mit Hausmeisterschnitt in Form gequält. Doch hurrah, wenigstens ein paar Blütenansätze sind der Rasur entgangen.

cerasa

und auch die Felsenbirne blüht,

felsenbirne

im Hintergrund die wunderbar nostalgischen trängenden Herzen. Fast hüfthoch ist die Staude in kürzester Zeit gewachsen. Jedes Jahr wieder ein Wunder.

trän_herz

Fast alle Herzchen sind schon oben angebissen: Das waren die Hummeln, die nicht durch die normale Öffnung passen und sich deshalb von oben ins Restaurant durchbohren – sie haben diese Staude zum Fressen gern. Die “Alba” im Topf blühte mal wieder vor dem eigentlichen Wachstum – und wieder blieb sie zwergig. Komisch.

traen_herz_alba

Die Akeleien sind noch nicht soweit …

akelei

wie die Frühblüher:

mix_fruehling

Krokusse in diversen Farben, weiße und blaue Vergissmeinnicht, quietschrosa Gänsefingerkraut, zartrose Saxifraga-Blütchen, lila Annemonen, …

mix_narzissen

immer wieder Narzissen, Tulpen und Hyazinthen. Schon erstaunlich, was so alles in einen Handtuchgarten passt ;-)

Nein, ich zeig’ jetzt nicht mehr die übrigen fünfhundert Kandidaten, nur ein paar markante Stationen noch, zum Merken:

brautspiere_I

Die Brautspiere ist im Nullkommanichts ergrünt, und man ahnt die Blütenpracht schon; der Flieder wird bereits im März blühen,

flieder

Die Rosen sehen noch richtig knackig und gesund aus (ich weiß, die diversen Krankheiten werden leider kommen) und die Clematis hält mit ihnen Schritt.

rosen

Zu ihren Füßen holen Phlox und Lupinen mächtig auf.

lupine_phlox

Als Kontrast sitzen Heuchera dazwischen: mal wieder geteilt und reichlich verschenkt. So eine dankbare Staude!

heuchera

Aufgepasst: So winzig ist die ‘Hühnerhaus’-Staude noch (Rudbeckia Laciniata ‘Goldquelle’), bald wird sie die 3-m-Marke knacken.

hühnerhaus

Stockrosen, Lichtnelken, japanische Herbstanemone, Astilben und eine schwarze Johannisbeere in der näheren Umgebung. Und – jippieh, die Pfingstrose wagt sich wieder rot hervor:

mix_hinten

Ich weiß, ich weiß, hier geht’s mal wieder kreuz und quer durcheinander, doch ein letzter Kommentar zum Terrassenbeet muss noch sein:

Nicht nur die Buschmalve macht sich nach ihrer zweiten Überwinterung prächtig, auch das Patagonische Eisenkraut blüht erneut, ebenso wie die Levkojen, die noch vom letzten Jahr übrig waren. Die Lilien sind auch schon recht stattlich – leider die dazu gehörigen Hähnchen auch …

mix_lilie

Wenigstens lassen sie die Gartenkresse in Ruhe,

meerettich

die schmeckt nämlich superleckerscharf nach Meerrettich. Da muss ich dem netten Mann an meiner Seite immer auf die Finger klopfen (klassischer Interessenkonflikt: er futtert das Grün im Vorbeigehen, ich warte auf die weißen Blütendolden). Übrigens, falls hier noch jemand mitguckt: Was habe ich oben rechts im Bild bloß gepflanzt? Ist das ein Wolfsmilchgewächs? *staun* Und neben meinen Töpfen mit Astern stehen auch noch zwei Geschenke, die ich nicht einordnen kann:

fragezeichen_3

Eine Lilienart? Montbretie? Was ganz anderes?

Ihr seht, mit Gärtchen wird’s nie langweilig! (Oder vielleicht doch: für alle, die sich bereits nach den ersten drei Bildern weggeklickt haben ;-))

So, nun schmerzt der Rücken von der langen Foto-Sitzung, und ich nehm’ mir vor, die Gartenfotos demnächst sukkzessive abzuarbeiten. Ob das wohl klappt?

Maigrüße an alle, die sich für diesen Erguss interessiert haben!

Angelika

 

 

 

6 Kommentare

  1. Wunderschön!!!!!

    (und auch auf die Gefahr hin, dass ich mich wiederhole:
    wann bringst Du mal eine Postkartenserie mit Deinen phantastischen Pflanzenfotos heraus???? )

    LG,
    Ulrike

  2. liebe Angelika,
    ich bin jedes Mal überrascht, welche Vielfalt in Deinem Minigärtchen herrscht!
    danke für die vielen tollen Aufnahmen
    liebe Grüße
    Gila

  3. Auch von mir herzliche Maigrüße.
    Ja, wirklich, das kann kein kleiner Garten sein, die vielen verschiedenen Schönheiten haben doch alle ihren Platz. Das trändende Herz ist eine Pracht, und dass sich die Hummeln in die Blüten bohren des süßen Nektars wegen, hätte ich nicht gedacht. Hast Du das beobachtet? Meine Vermutung wäre gewesen, irgendwelche kleinen Schnecken, oder sonstiges Ungeziefer, hätten an den Blüten genascht.
    Diese Fotostrecke hat Dich sehr viel Zeit gekostet, danke fürs Zeigen.
    Bewundernd grüßt
    Angelika

  4. Liebe Angelika,
    du kannst unmöglich einen kleinen Garten haben, wenn du so viele Pflanzen hast!!
    Tolle Fotos!
    und ein toller Garten!
    Kann die unbekannte Pflanze eine Iris oder Schwertlilie sein?
    Liebe Grüße
    Dagmar

  5. Liebe Angelika,
    ich habe mir die Pflanzenvielfalt in deinem Garten bis unten hin angesehen und sende auch dir liebe Maigrüße.
    Sehr schöne Pflanzen hast du da im Garten, ein Paradies.
    LG
    Anja

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