Das treibt seltsame Blüten

Kennt ihr die Aktion “Offene Gartenpforte“? – Kürzlich durfte ich an zwei Tagen Begrüßungsdame an der Pforte unseres Biogartens spielen. Was lag da näher, als sich die Zeit zwischen den vielen netten Gesprächen mit einer Blumenproduktion zu vertreiben?

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Allerdings hab’ ich keine Sämlinge pikiert, sondern “Afrikanische Blumen” gehäkelt.

BW

Die wachsen irgendwie schneller – und vor allem brauchen sie hinterher keinen Platz im Beet ;-) Zuerst musste ich jedoch gewaltig überlegen, wie das mit der Häkelei überhaupt funktionierte … Immerhin besaß ich meine uralte Anleitung des Musters noch.

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Inzwischen gibt’s auf ravely zahlreiche Projekteinträge für dieses Sechseck. Etliche User erklären das ursprünglich von Lounette Fourie und Anita Rossouw gratis veröffentlichte Muster kostenlos, doch leider längst nicht alle: Man kann sich auch mit 6,50 Dollar für die Anleitung dieses Blümchens abzocken lassen und dafür noch die Ermahnung kassieren ** Pattern may not be reproduced, sold, or shared in any form except you may print a copy for personal use. Finished product may not be sold. Personal use only.** Das find’ ich einfach nur dreist! – Wieder mal ein Beispiel für die von mir schon häufiger beklagte Schattenseite von ravelry: Die Preise explodieren. Zehn Dollar für eine Strickanleitung sind längst schon nicht mehr ungewöhnlich, es geht auch noch höher. Die grandiose neue Vielfalt treibt halt auch seltsame Blüten. Solange alle klaglos für eine Anleitung denselben Preis bezahlen wie für eine Zeitschrift, die vielleicht zwanzig oder mehr Anleitungen bietet (welche in der Regel auch alle vernünftig geschrieben, dazu noch redigiert wurden, mit aufwändigen Fotos versehen, gelayoutet, gedruckt, vertrieben …), tja, so lange geht die Preistreiberei weiter. Schade!

 

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Doch zurück zu meinen Blüten: Die Idee, ein Kissen daraus zu machen, hab’ ich verworfen: zu verspielt für mich. Als Projektbeutel für Handarbeiten fänd’ ich diese Blumenwiese allerdings hübsch. Hier seht ihr meinen ersten Versuch, bei dem ich nicht weit genug gedacht habe: Weil die Röhre oben und unten noch einen Rand braucht, geriete dieser Beutel zu schlauchartig (was mir natürlich erst klar wurde, nachdem auch das letzte Fädchen ordentlich vernäht war). Doch inzwischen hab’ ich die kurze Naht getrennt, noch drei Felder eingefügt, eine bessere Alternative für den Futterstoff vom dritten Foto gefunden  …und das Projekt ist fast fertig.

Ich wünsch’ euch einen schönen Sonntag – hoffentlich ohne Unwetter!

Angelika

3 Kommentare

  1. Liebe Angelika, die Fotos aus deinem Garten sehen ja toll aus. Die offene Pforte war sicher schön. Schöne Idee auch das mit den Häkelblüten und ich bin schon gespannt auf den Projektbeutel.
    LG und noch einen schönen Abend,
    Anja

  2. Samstag und auch der heutige Sonntag waren bzw. sind sehr nass bei uns, es gab heftige Regenfälle, sicher auch woanders.
    Die Häkel-Sechsecke kenn ich, vor Jahren begonnen und liegen lassen. Bin gespannt, wie der fertige Beutel wird. Und Maya hat Recht, die Blüten nacheinander immer in der letzten Reihe anzuhäkeln spart sicher sehr viel Zeit. man muss sich aber dann vorher schon sicher sein über die Anordnung (Farbverteilung) und die Größe des Projektes.
    Und über Preise für Anleitungen rege ich mich auch auf…

    Liebe Grüße
    Angelika

  3. Liebe Angelika,
    süss sind Deine Blüten, es geht schneller als einen Pullover zu stricken!
    Habe den text zu Ende gelesen und sehe dass Du Dir tatsächlich die Arbeit mit dem zusammennähen machst.
    Habe eine bessere Lösung:
    Du hast 1 Blüte fertig incl. der letzten Reihe, dann machst Du die nächste Blüte und wenn Du die letzte Reihe häkelst, fasse schon den Rand der angrenzenden fertigen Blüte.
    Kannst zb. das bei jedem 2. Stäbchen machen und so ersparst Du Dir das so undankbare zusammennähen.
    Sieht auch, meine ich, schöner aus.
    So machst Du immer mit jeder nächsten Blüte, so dass Du am Ende fast alle Seiten der kommenden Blüte mitfassen kannst.
    Vielleicht eine Idee für das nächste Mal?
    Liebe Grüße und einen “trockenen” Sonntag
    Maya

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