“… die wollen nur spielen!”

Das glaubt mir jetzt kein Mensch!

Letztlich beim Grillabend auf der Terrasse unserer Freunde: Zu fortgerückter Stunde schleckt es an meiner Wade entlang. – Ich erstarre. Dass diverse befreundete Hunde einen vor lauter Liebe (oder Salzmangel?) schon mal abschlecken, das hab’ ich ja inzwischen kapiert. Aber die Katze unserer Gastgeber? … Und, wie zum Teufel, ist sie unter mein Hosenbein geraten? – Urplötzlich weicht meine träge Müdigkeit einem Adrenalinschub: Das – kann – nicht – die Katze – sein! Reflexartig schlage ich den Verursacher weg … und etwas klappert über die Holzdielen. Klackerdiklack. — “Klackerdiklack”??? Ein Blick unter den Tisch offenbart eine leider etwas lädierte Weinbergschnecke, die mich wohl so attraktiv fand, dass sie den Weg über Schuh, Socken, unter die Hose auf sich genommen hatte, um mir nahe zu sein! Vorsichtig hab’ ich sie ins Gebüsch getragen und hoffe, dass ihr Riss im Häuschen wieder heilt (hab’ mal sowas gelesen).

Diese Tiere lieben offenbar nicht nur ihre Artgenossen,

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sondern auch mich. Das wurde mir soeben wieder klar. Vor einer Stunde hatte ich das Fenster meines Schlafzimmers zum nächtlichen Lüften weit geöffnet, und als ich nun gerade zu Bett gehen wollte, stand ich vor diesem unglaublichen Anblick:

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Das Fliegennetz mal wieder an einer Ecke runtergefallen (diese Klebestreifen taugen wirklich nichts – der Alu-Rahmen für ein tauglicheres Modell ist schon gekauft), und eines dieser Schoßtiere war in mein Schlafzimmer eingedrungen. Dabei gibt es hier drinnen keinerlei Grünzeug – nichts, niente! Was, außer mir, hat die im Zimmer gesucht?

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Und die Akrobatik, mit der sie es über alle Rahmen-Vertiefungen auf das Rollo geschafft hat, lässt mich an der Sicherheit von Schneckenzäunen zweifeln. Soll ich wirklich so viel Geld für diese Blechkante investieren, wenn die Schnecken offenbar von Zweitberuf Kontorsionisten sind? *seufzer*

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Ich weiß, ich weiß, … die Weinbergschnecken sind ja ganz lieb … die fressen brav die Eier der fiesen Nacktschnecken (und selbst, wenn’s stimmt: dann aber zum Nachtisch meine Pflanzen): “Die tun nichts, die wollen nur spielen!”

Doch mittlerweile spielen sie in meinem kleinen Hausgarten etwas zu viel … es wimmelt geradezu an Weinbergschnecken (wobei die anderen Molusken harmonisch mit ihnen zusammen leben). – Ach, so manches Mal denke ich doch über ökologisch vertretbares Schneckenkorn nach. Doch wenn man diese Schönheiten dann mal genauer betrachtet … ach, lieber doch nicht (mal ganz abgesehen davon, dass sie unter Naturschutz stehen).

Irritiert grüßt zur Nacht

Angelika *die-zuletzt-schon-von-Spinnengekrabbel-unter-der-Bettecke-geweckt-wurde: schauder*

2 Kommentare

  1. IIIIh, ich hasse Schnecken! Solch schöne Schnecken mit Häuschen gibt es bei uns im Garten gar nicht. Wir haben nur die fiesen Nacktschnecken in dunkelbraun. Die kriechen auch bei uns an den Fensterscheiben und an den festen Insektengittern entlang. Zum Glück können bei uns die Schnecken, und auch viele andere Insekten nicht ins Haus kommen dank dieser festen Insektenschutz-Rahmen. Zum Glück!
    Ich hoffe, Du kannst gut schlafen…

    Angelika

  2. Uiiii das ist echt schauderhaft, aber diese Schnecken schaffen es auch überall hin!
    Ich hoffe du konntest noch einigermaßen gut einschlafen.
    Ich habe ein wenig in deinem Blog gestöbert und finde Deine beiträge wirklich toll.
    Wenn Du strickbegeistert bist, dann hast Du vielleicht Lust in unseren neuen Shop reinzuschauen und bei der Verlosung mitzumachen.
    http://www.natuerlich-wolle.de/2016/06/20/verlosung-zur-shoper%C3%B6ffnung/
    Ich drücke Dir die Daumen.
    LG Cristina

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