Sternenreigen – Anleitung für weihnachtliche Deko aus Grünschnitt

Einen schönen vierten Advent wünsch’ ich!

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Etliche solcher Sterne aus frisch geschnittenen Trieben habe ich letzte Woche gebastelt und verschenkt – und sie sind überall gut angekommen. Damit ich bis zum nächsten Advent nicht vergessen habe, wie’s geht, (und für den Fall, dass hier noch jemand hinklickt, der auch noch ein Mitbringsel braucht): So geht’s!

Man nehme …

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- frisch geschnittene Triebe, etwa von Haselnuss, Weide, Hartriegel, oder auch dünne Baumzweige

-als Deko etwas Tannengrün, Ilex, Zapfen, Wildfrüchte oder auch weihnachtliche Bänder und Anhänger

– dünnen Draht, um die Triebe an den Spitzen einfach miteinander zu verbinden

– roten Bast oder dicke rote Wolle, um den Draht zu kaschieren und dem Ganzen einen weihnachtlichen Anstrich zu geben

– und natürlich eine Astschere sowie eine Drahtschere

Am besten sortiert ihr das Material nach Dicke. Dann schneidet ihr euch Stecken, die ungefähr dem gewünschten Durchmesser des Sterns entsprechen. Ihr könnt die fünf “Linien” jedes Sterns aus jeweils nur einem dickeren Aststück formen oder aus einem Bündel dünnerer Triebe (wobei ihr am besten die dicken und dünnen Enden nicht nur in eine Richtung zeigen lasst, damit der Bündel-Durchmesser überall annähernd gleich ist). Ich zeige hier die “Bündel”-Variante:

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Zuerst bastelt ihr zwei “V”s, indem ihr jeweils die Spitzen zweier Ruten(bündel) miteinander verdrahtet (nicht zu fest, dann könnt ihr die Proportionen später noch verschieben; es muss nur gerade so halten). Das erste “V” legt ihr mit der Spitze nach links vor euch auf den Tisch:

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Dann schiebt ihr die zweite Spitze von oben in das quer liegende “V” hinein und verwebt dabei die Ruten immer abwechselnd “drüber und drunter”. Egal, mit welchem Schlag (“drüber” oder “drunter”) ihr beginnt – es muss sich nur immer abwechseln. (Wer genau hinschaut, sieht, dass beim fertig verbundenen Stern drei Bilder weiter oben anders begonnen wurde als bei dem Stern, dessen Aufbau ich hier im Detail zeige.)

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Hier, bei den Detailbildern, wurde das linke Bein der oberen Spitze zuerst über die obere Querlinie gelegt und dann unter die untere Querlinie. Das rechte Bein wurde entsprechend umgekehrt eingefädelt.

Dann müsst ihr nur noch die fünfte Linie einweben. Ich habe weiterhin in Leserichtung gearbeitet, also diese letzte Linie zuerst unten links angesetzt und dann nach oben rechts eingewoben:

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Diese letzte fünfte Linie verläuft dem Aufbau entsprechend über der unteren Querlinie:

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… und wird anschließend unter das rechte Bein der oberen Spitze gefädelt:

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Dann verbindet ihr das Ende dieser fünften Linie mit dem oberen Bein des ersten, quer liegenden “V”s …

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und fügt schließlich noch die jetzt gut erkennbaren unteren Spitzen zusammen. Dabei könnt ihr alle Linien noch etwas verschieben, so dass möglichst alle Dreiecke annähernd gleich geraten. Wenn möglich, auch am Ende, bei den Spitzen, im Drüber-Drunter-Rhythmus bleiben – das wirkt harmonischer und gibt dem Stern mehr Stabilität. Abschließend alle Spitzen noch einmal in Form schneiden.

Ich habe zuerste mehrere Rohlinge gefertigt, bevor’s weiterging:

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Die Drahtwicklung kaschiert man schließlich mit Bast, Garn oder Weidenruten und bringt einen Aufhänger an. Ein preiswertes Acrylgarn aus dem Discounter reicht für viele Weihnachtssterne.

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Das war die Pflicht – und nun die Kür: Verziert die Sterne nach gusto – bei meiner Massenfertigung wurden erst überall Nadelzweige und Zapfen angebunden (zum Teil mit rotem Draht umwickelt) …

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und dann kamen noch individuelle Anhänger hinzu – ich bin schlicht bei Wildäpfelchen und Holzsternen geblieben, die ich mit rotemm Draht fixiert habe.

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Und fertig ist ein türbreiter Stern:

komplett
Viel Spaß beim Nachbasteln!

Angelika

1 Kommentar

  1. Liebe Angelika,

    sehr schöne Sterne, so kann man wirklich noch auf die Schnelle etwas Tolles zum Mitbringen machen – Danke!

    Ein schönes Weihnachtsfest wünscht Dir,

    Monika

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