Archiv für die Kategorie 'Natur'

Wochenendbeute

KnitAngel am 12. September 2011

Weißdorn, Schlehen, saure Äpfelchen, Hagebutten, Beifuß und als Gartenbereicherung Ableger von Wilder Möhre, Dost (wildem Majoran), Tripmadam sowie vom Hauswurz. - Was sagt uns das? Richtig: Kräuterspaziergang mit Frau Bunte Wiese. Der ist uns immer wieder die relativ lange Anfahrt wert - zumal die Reise dem netten Mann an meiner Seite dieses Mal die Vollendung seines neuen Sockenpaares eingebracht hat. (Ob er sich vielleicht nur um dem nachzuhelfen auf dem Rückweg so verfahren hat? ;-)

Auf reiche Beute für Schlehenlikör hatten wir spekuliert, doch die Büsche trugen dieses Jahr kaum Früchte. Als Ersatz gab’s Weißdorn satt:

Hätte ich mich deutlicher daran erinnert, dass es Stunden dauert, die Beeren zuhause von ihren Stängelchen zu piddeln, hätte ich nicht so fleißig gepflückt. Doch jetzt wird neben dem leckeren Herbstessig  noch Apfel-Weißdorn-Kompott und Birnen-Weißdorn-Marmelade in die Speisekammer wandern.

Immer ein Highlight dieser Spaziergänge: der Imbiss mit Zutaten aus der Natur. Dieses Mal gab’s bei dieser Aussicht

Gierschpesto und Holunderlimonade …

sowie einen überaus seltsamen Zaungast:

Wusstet ihr, dass es bei uns soooo große (und überdies auch beängstigend schnell kriechende) Raupen gibt? Die war selbst unserem Begleithund unheimlich. Was das wohl für ein Tier ist? Und was daraus entschlüpfen könnte? Ein Falter in Fledermausgröße?

Stadtkindgrüße

Angelika

Nachtrag: Frau Bunte Wiese hat das Biest identifiziert. Es handelt sich mit großer Wahrscheinlichkeit um einen Weidenbohrer. Außerdem reiche ich noch das eigentlich “Beutefoto” nach, das ich vor lauter Raupen-Betrachtung doch glatt vergessen hatte:

Derart großzügig beschenkt reisten wir heim - mit Gaben von der Veranstalterin und einer sehr sympathischen Mitspaziergängerin.- Na? Neidisch? … Wer erreichbar wohnt: mitkommen beim nächsten Mal!

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Rosige Zeiten

KnitAngel am 16. Juni 2011

Hallihallo, ich bin auch wieder im Lande. Über Pfingsten durfte ich das traumhafte Haus von Freunden hüten und hatte (fast) rundum rosige Zeiten. Dort wurde  zwar auch endlich mein aktuelles Sommergestrick fotografiert, das hier schon länger angekündigt war, aber beim Bearbeiten sehe ich gerade, dass ich die Rückseite in die Kamera gehalten habe *ohjewiedumm* Also bitte noch einen Tag warten - morgen starte ich einen neuen Versuch.

Mach’ ich halt derweil noch ein wenig Werbung für eine Frau, die es verdient hat: Pfingstsamstag waren wir nämlich wieder mit “unserer” Kräuterpädagogin unterwegs, dieses Mal zum Thema “Rosengewächse”.

Dagmar hat uns wie immer einen “Spaziergang de luxe” geboten - mit hohem Verwöhnfaktor, vielen interessanten Infos und jeder Menge Spaß. So sehen die typischen “Kleinigkeiten” aus, die sie für ihre Exkursionen vorbereitet:

Aus der vorderen Tüte lugen schon diverse “Rosen” heraus - für jeden Teilnehmer eine ganz andere “Blume”, allesamt Rosen - erstaunlicher Weise. Mir wurde eine Pimpinelle verehrt :-) Dann ging’s in die freie Wildbahn - Kartoffelrosen waren unser Jagdobjekt … und immer schön zahlen, ob es fünf Blütenblätter oder ein Vielfaches davon sind - dann nämlich ist es eine Rose (eine Rose ist eben doch nicht immer eine Rose ist eine Rose …) Dass es sich bei den Dornen genau genommen um Stacheln handelt (erkennbar daran, dass sie sich leicht von der Pflanze abstreifen lassen) und dass die meisten Obstsorten Rosengewächse sind, werden wir jetzt sicher nicht so schnell wieder vergessen.

Und wer brav lernt und pflückt, wird von Dagmar auch immer verwöhnt:

Rosencreme-Törtchen hat sie aus dem Bollerwagen gezaubert

und köstliche Rosen-Pralinen,

dazu herrlich erfrischende Kräuter-Limonade und Baguette mit Rosenbutter.

Von der schrägsten Episode gibt’s kein Bild, aber ihr könnt es euch leicht vorstellen: Ein dicker Regenguss hatte uns eiskalt erwischt - also haben wir uns kurzerhand samt Bollerwagen unter eines der schmalen Stadttore von Alt-Kaster gequetscht und uns dort von Dagmar das nette Märchen von der blauen Rose vorlesen lassen. Das ist nicht ganz kurz … und als der Regen nachließ, öffneten sich doch verschämt einige Fenster und Türen. Vermutlich haben die Einwohner dieser Enklave solche Verrückten wie uns nur selten erleben: Stehen die doch im strömenden Regen mit Bollerwagen auf der Straße, machen Picknick und hören sich Märchen an ;-)

Da hatte selbst Petrus ein Einsehen und wir konnten zum Spielplatz weiterziehen. Dort gibt’s nämlich Tische, und Dagmar setzte an zum großen Finale:

Ingredienzien und Requisiten wurden ausgepackt, mit denen sich alle Teilnehmer eine Flasche Rosenessig ansetzen konnte. Herrliche Beute.

Das Fazit: Wieder ein rundum gelungener Ausflug. Dagmars Exkursiönchen sind die Zeit und Anreise wert … vom sehr moderaten Obulus mal ganz zu schweigen. Wenn ihr also in erreichbarer Nähe wohnt und vielleicht mal einen ganz anderen Ausflug mit euren Freunden oder der Familie machen wollt - Frau “Bunte Wiese” ist wirklich zu empfehlen.

Danach ging’s passend weiter: Wieder zurück in den traumhaften Garten der Freunde, wo ich mit Begeisterung weiter zwischen die Rosen gestiegen bin.

Viele Eimer voll hätte ich hier ernten können. Ich habe aber nur das Notwendigste ausgeschnitten und die kostbaren Blätter der Biotonne geschenkt. Es war nicht die Zeit und der Ort für größere Küchenaktivitäten. Vielleicht demnächst einmal …

Lieben Gruß von der jetzt auch “roseninfizierten”

Angelika (*die dann doch glatt am Samstag noch beim Al*i einen Rosenstock mitgenommen hat - der musste gerettet werden und ist wirklich wunderschön!)

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Meine neue Freundin

KnitAngel am 9. Juni 2011

Freunde von mir leben ganz idyllisch in der Eifel. Mit Kind, Katz und und Maus und einer kleinen Schafherde. Eines der Osterlämmchen wurde von seiner Mutter nicht angenommen. Es hatte aber großes Glück mit seiner Ziehfamilie, denn die ist schon routiniert darin, auch solche Tierkinder durchzubringen. Als “Gwendolyn”, so wurde das kleine Schaf von den Kindern genannt, in den ersten Wochen noch engmaschig mit der Flasche gefüttert werden musste, hat sich meine Freundin den jüngsten Familienzuwachs einfach morgens ins Auto gepackt und hat ihn mit zur Arbeit nach Luxemburg genommen. Dort hatte das Lamm im Büro seine Ecke, und abends ging’s gemeinsam heim. Mittlerweile wird es tagsüber in den KinderLämmergarten gebracht, damit es sich an die Herde gewöhnt. Doch offenbar hält es sich für einen Menschen, denn abends steht es heulend am Zaun und wartet darauf, wieder mit ins Auto und “nach Hause” zu dürfen.

Am Wochenende darf Gwendolyn noch mit der Familie im Garten bleiben. Neuerdings im Kaninchengehege gefangen, weil sie entdeckt hat, dass Rosen und Co. viiiiiel besser schmecken als Gras … Ihrem Unmut über den Maschendrahtzaun gibt sie denn auch lauthals Ausdruck. Immerhin durfte ich sie ein paar Mal mit der Nuckelflasche trösten gehen.

Mannomann, das geht ja ratzfatz und das Ding ist leer. Die Lämmer haben offenbar einen kräftigen Zug und gehen mit ihren Müttern wohl auch nicht zimperlich um.

Aber, wie man sieht:

In der Not schmeckt auch schon Gras … aber nur wenn die Flasche leer ist und wenn alle brüllen “NEIN”, sobald man sich den Blumenbeeten nähert ;-)

Nach diesen Ausflugsbildern wisst ihr auch, warum ich mein neues mindless-Strickprojekt noch nicht fotografiert habe. Ich versuche, es morgen noch zu schaffen, bevor ich mich auf einen anderen schönen Kurzausflug in die weitere Nachbarschaft begebe.

Mäh, mäh,

Angelika *um eine Fremdsprache reicher*

P.S.: Danke, Marlies, für deine Anmerkung. Ja, ich hatte das Tier auch zuerst für ein Zicklein gehalten. Es ist aber ein Mufflon, also ein Wildschaf.

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Sag’ ich doch :-)

KnitAngel am 3. März 2011

Auf Mutter Natur ist Verlass:

Allen Närrinnen und Narren, Jeckinnen und Jecken im Lande farbenfröhliches Feiern!

 

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Sonne satt!

KnitAngel am 7. Februar 2011

War das nicht ein herrlicher Tag? Sonne satt gab’s, ein laues Lüftchen … und spektakuläre Aussichten beim Nachmittagsspaziergang am Rhein.

Ich hoffe, ihr hattet auch etwas von dem tollen Wetter? Zufrieden grüßt

Angelika *die ein Viertelstündchen auf einer Bank mit obiger Aussicht verbracht hat*

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Vorher - nachher

KnitAngel am 19. Oktober 2010

Die Ausbeute von unserem letzten ‘Kräuter’spaziergang (dieses Mal eher ‘Früchte’ als ‘Kräuter’):

Weißdorn, Hagebutten, Schlehen, wilde Äpfelchen. Vorher. Und so sieht die Ausbeute inzwischen aus (mit der kleinen Änderungen, dass statt der Äpfel Quitten verarbeitet wurden:)

Schlehenlikör in spe (angesetzt mit Kandis, Orangenschale, Nelken und Zimt in Wodka), Schlehen-Essig (mit Weißdorn, Hagebutte, wenig Orangenschale und Kandis in Weißweinessig), ‘Eifeler Oliven’ (Schlehen in Salzlake mit frischem Rosmarin und Thymian) und Schlehen-Quitten-Marmelade (mit Preiselbeer- und Granatapfelsaft, Weißwein und Honig).

Es sieht ja alles sehr appetitlich aus, …

und die Marmelade zumindest schmeckt lecker (das kleinste Gläschen hat es schon nicht mehr mit aufs Bild geschafft), aber: Ob ich mir noch einmal die vielen Stunden Arbeit für eine so geringe Ausbeute antue, das weiß ich nicht. Mal ganz abgesehen vom mühseligen Pflücken der kleinen Beeren zwischen den langen Dornen, dem Waschen und Gefrieren vorab: Ich habe die Beeren mehrfach auskochen und durch die flotte Lotte treiben müssen (wobei die Kerne natürlich mit Krawummmm durch die ganze Küche hopsen), bis die Steine halbwegs blank waren. Das ergibt jede Menge Spül und Putzerei auch hinterher … und hohen Streuverlust. Lohnt sich also für solch ‘kleine’ Mengen nicht wirklich (wiewohl mehrere Stunden Arbeit vonnöten sind). Aber ich kenne mich … bis zum nächsten Herbst hab’ ich das wieder vergessen ;-)

Eichhörnchengrüße

Angelika *mit stolzem Blick auf den Wintervorrat*

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Es ist schon wieder so weit

KnitAngel am 12. Oktober 2010

Schon seit mehreren Tagen ‘trompetet’ es hier am späten Nachmittag quer über unser Haus. Zunehmend größere Vogelschwärme am Himmel. Immer Richtung Nordwesten unterwegs. Ein komisches Gefühl, sie zu hören und zu sehen, wenn man selbst noch im Sommer-Top bei weit über 20 Grad auf der Wiese sitzt - so gestern Nachmittag, bei meinem Kaffeepäuschen. Doch sobald man in den Schatten kam, war die feuchte Kühle durchaus schon zu spüren, die im Hintergrund lauerte. Prompt fielen heute die Temperaturen deutlich ab: nur noch 7° momentan.

KLICK:

Damit hier jetzt nicht nur die Super-Adleraugen etwas erkennen können, hab’ ich diesen Schnappschuss überarbeitet. Bitte anklicken, wenn euch die Schwarmbildung ebenso fasziniert wie mich (um die zu erkennen, dürfte das Bild dann genügen).

Jedes Jahr frage ich mich wieder: Wildgänse oder Kraniche? Dem Trompeten nach wohl eher Kraniche. Gut zu hören auf dieser schönen Website.

Vorwinterliche Grüße

Angelika (gestern im Top -jetzt mit Pullover und laufender Heizung)

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So schmeckt der Sommer

KnitAngel am 18. August 2010

Ein paar der allerletzten Blüten hab’ ich noch erwischt:

Gewaschen, getrocknet, kleingeschnitten, in Apfelsaft gelegt. Am nächsten Tag Zitronensaft und Gelierzucker dazu und - zugegebenermaßen konnte ich den Hals nicht vollkriegen - einen großzügigen Schuss Rosenwasser. Aufgekocht und fertig. Ein wunderbares Rosengelee.

So duftet und schmeckt der Sommer. Hmmmmmmmmm ….. Ich freu’ mich schon aufs Frühstück :-)

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“Ist der Stängel kantig rau, …”

KnitAngel am 30. Mai 2010

” … ist es Wiesenbärenklau!” :-)

Auch im Wiederholungsfalle stets empfehlenswert: die Kräuterspaziergänge mit Frau ‘Bunte Wiese‘. Gestern war es weder so weit. Ein fröhliches Trüppchen streifte rund um das Örtchen Kaster und guckte, fühlte, schmeckte, staunte, schwätzte und naschte. Die Beute für zuhause, spontan auf den letzten Metern zusammengepflückt:

Auf den Spargel, den wir eigentlich auf dem Rückweg noch vom Bauern kaufen wollten, haben wir gerne verzichtet. Statt dessen gab es frisches Wildkräuter-Gemüse aus Wiesenbärenklau, Giersch, Knoblauchrauke und Taubnessel. Ungefähr so zubereitet:

- Kräuter waschen und kleinschneiden

- Zwiebeln und Knoblauch in wenig Olivenöl andünsten

- Kräuter mit anschwitzen

- Mit Brühe ablöschen (ich hatte noch Spargel-Sud), reichlich Zitronenschale und etwas -Saft dazu und rund zehn Minuten köcheln

-  Würzen mit Salz, Pfeffer, Muskat, Chili, Ingwer, Piment und Lorbeer

Dazu dann neue Kartöffelchen (und - nur da bereits mariniert, notwendig war es nicht: ein Steak)

Schmeckt lecker (eher deftig, erinnert an Grünkohl) und ist gesund. Beim nächsten Mal werden wir das Rezept mit einem leichten süßen Gegenpol abwandeln, z.B. mit einigen Rosinen dabei.

Für Stadtkinder ist es doch ein fast schon exotisches Vergnügen, in der freien Wildbahn gepflücktes Grünzeugs zu kochen - ganz ohne Barcode und Verfallsdatum ;-)

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Schneeflöckchen, Weißröckchen

KnitAngel am 31. Januar 2010

Leider ist das im Rheinland so seltene zu bewundernde Winterkleid der Natur (es war eine Nachrichtenmeldung wert, dass der Dom weiß überpuderte Spitzen trug) heute schon wieder kräftig in sich zusammengeschmolzen. Über den Zweigen hängen zerrinnende Schneebällchen, die stark an die weichen Uhren von Salvador Dali erinnern. Oder an Saté-Spießchen ;-)

Da strick’ ich mir den Nachschub halt’ selbst:

“Schneeflöckchen, Weißröckchen …”

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