Archiv für die Kategorie 'Nähen'

Idefix wäre entsetzt!

KnitAngel am 10. Mai 2011

Ich mach’s ja wirklich nicht gerne, aber es muss doch sein:

Einen ganzen Wald hab’ ich in den letzten Tagen vernichtet :-( Ich hätte sie so gerne leben lassen: aber zig Kastanienbäume im Kleingarten? *seufzer* Jetzt fragt ihr euch, wo die so plötzlich hergekommen sind: Unsere Vormieter hatten einen Swimmingpool im Garten. Einen _großen_ Swimmingpool. Wie vereinbart, haben sie das Loch, in dem er stand, noch zugeschüttet. Diesen frischen Erdhaufen hab’ ich erst mal ein wenig sprießen lassen, damit sich die ‘Un’kräuter (ein Un-Wort) vor dem Rasen-Säen besser rausholen lassen. Die Ernte: neben Bergen unerwünschten Grünzeugs: mehrere Pfingstrosen, eine Mangold-Staude, mehrere Cosmea und Vergissmeinnicht (die kommen ins Beet) … und eben der stattliche Kastanienwald.

Einige Prachtexemplare hab’ ich doch noch in der Wasserwanne verwahrt. Vielleicht können wir die heimlich in der Wahner Heide aussetzen - kleiner Eingriff in die gewachsene Landschaft (bis die Wildschweine kommen ;-) Oder braucht hier jemand zufälligerweise einen zukünftigen Baumriesen?

Nun dürfte auch klar sein, warum ich immer noch nicht zum Stricken komme. Wir wühlen uns sprichwörtlich durchs Chaos, immer nach dem Motto:

Grüße von der Meuchelmörderin mit dem schlechten Gewissen

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Stilmix

KnitAngel am 21. Juni 2009

Miniperlen an Walkstoff. Etwas mehr davon gefällig?

Das sind meine kreativen Versuche, mein zweites Nähkurs-Elaborat tragbar zu machen *hüstel*. Genau genommen geht es um diesen Rock:

Vier Bahnen, die oberen drei Viertel in A-Linie, unten dann welliger ausgestellt: “Simplicity 7302 R5″. (Wie nennt man diese Form?). Der Walkstoff ist übrigens grün. So richtig grün. Loden-Jäger-Grün. Doch der Kamera war das einfach nicht beizubringen. Denkt es euch also einfach.

Wenn er schön drapiert daliegt, sieht dieser Rock ja ganz nett aus,

 … doch leider steht mir diese Form überhaupt nicht. Das weiß ich seit meiner Jugend. Doch wieder habe ich mich (auch in Ermanglung einer Schnitt-Alternative) im Nähkurs überreden überzeugen lassen, dass diese Form _allen_ Damen steht, da sie durch die Bahnen schlank macht. Nun ja, mich nicht …

Meine ideale Rocklänge ist die ‘italienische’, die eine Handbreit über dem Knie endet (früher auch Mini, aber aus dem Alter bin ich so langsam raus). Und weil das Teil jetzt so ‘trutschig’ ausschaut, hab’ ich meine Kreativität spielen lassen und versucht, wenigstens durch die schräge Linienführung des floralen Ornaments etwas zu retten. Aber trotzdem finde ich den Rock noch nicht einmal aus einer schräge Position heraus aufgenommen vorteilhaft.

Schon wieder ein Teil für die hintere Schrankecke? - Ich brauche unbedingt mal einen ersten Näherfolg, sonst werde ich’s wohl doch bald aufgeben.

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… der Nähkurs?

KnitAngel am 10. Oktober 2008

Ich hatte ja gehofft, mich vor dieser Geschichte drücken zu können. Aber Susl hat so hinterlistig-nett gefragt … *seufzer*. Deshalb nun eine Kurzfassung des Desasters:

Erster Abend: Elevin findet sich zeitig vor Kursbeginn ein, um hoffnungsvoll in den Modellbüchern zu schwelgen. Es gibt aber nur eins. Und nichts darin, was wirklich prickelnd wäre. Aber dafür hatte Elevin klugerweise vorgesorgt - mit einem Easy-Rockschnitt nebst Stoff aus dem heimischen Vorrat. - Meisterin kommt, findet das Modell ungeeignet. Hauptsächlich wegen des mitgebrachten Georgette-Stoffs - hat aber keinen passenden Rockstoff im Angebot. Eine Hose wäre doch auch gut?!? - Elevin zaudert … das sei doch schon um einiges schwieriger mit der Passform. Meisterin: Auch nicht schwieriger als ein Rock. Gar kein Problem. - Man einigt sich auf eine Simpicity-Hose im weiten Marlene-Stil, beguckt sich die Anleitung, sucht den Stoff aus (den Elevin als Hausaufgabe waschen und bügeln wird).

Zweiter Abend: Elevin wird vermessen. Erste Probleme wegen eklatanter Größendifferenz zwischen Taille und Hüfte. Kein Problem. Nach Vortrag über Nahtzugaben bei Schnitten dieses Herstellers ändert Lehrerin den Schnitt ab und veranlasst Elevin, die bislang nur daneben stehen und zuschauen konnte, schließlich in bester Kindergartenmanier alle Linien ordentlich auszuschneiden. (Elevin ist 1,80 groß, die Tische reichen ihr nur bis knapp übers Knie.)

Dritter Abend: Meisterin erklärt, wie man Hosenschnitte verlängert und, weil man gerade dabei ist, wie man sie verbreitert, verkleinert etc. Elevin lernt begeistert, steht daneben, hört zu, bekommt aber doch so langsam Bedenken, als am Ende dieser dritten Doppelstunde (von 8) lediglich zwei Hosenbeine aus Papier verlängert sind.

Vierter Abend: Elevin justiert den Schnitt unter den Argusaugen der Meisterin milimetergenau auf den Kreidestreifen des Stoffs, was ihrem pingeligen Naturell durchaus entgegen kommt. Rücken schmerzt (siehe Tischhöhe). Endlich der Zuschnitt - ein erster Fortschritt. Dennoch verabschiedet sich Elevin innerlich leise von ihrem Wunsch, die Schurwollhose zu füttern, und überlegt, wozu sie wohl den mitgekauften schwarzen Futterstoff anderweitig verwenden könnte.

Fünfter Abend: Elevin darf die Abnäher von Hand und die Hose auf der Maschine heften. Wundert sich, dass das Ungetüm vor ihr nach Clownshosen aussieht, vertraut aber auf die Kunst des Schnitts und der Meisterin, die ihn angepriesen hat. Probiert an. Ist entsetzt. Es ist eine Clownshose! (Hat hier noch wer alte Hosenträger von Opa übrig?). Meisterin ist auch entgeistert, steckt das Monstrum ewig am lebenden Modell ab, alldieweil sich Elevin barfuß auf den kalten Fliesen die Füße abfriert.

Sechster Abend: Der neue Hosenplan wird mit Seife (toller Trick) auf den Stoff gezeichnet, und Meisterin überträgt die Änderungen unter größeren Grübeleien auf den Papierschnitt, der mittlerweile so ramponiert ist, dass Elevin ihn sowieso nie wieder wieder wird entziffern können. Elevin, die bislang … daneben stehen und zugucken musste, wiederholt ihre Fingerübungen im Heften - und - die Hose sitzt immer noch nicht. Meisterin wiederholt ihr mantrahaftes “das kriegen wir schon hin” bereits weniger enthusiastisch.

Siebter und bislang letzter Abend: Elevin schwänzt und näht statt dessen zuhause. Mit der Hand. Was, das wird der nächste Beitrag zeigen.

Es folgt noch ein Abend. Und dann? Noch einen Kurs buchen? Oder den teuren Stoff vermurkst in die Tonne kloppen? … Mal sehen, was die nächste Woche bringt.

Reichlich genervt grüßt

die Elevin

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