Mit stolzgeschwellter Brust hab’ ich zu verkünden, dass meine tolle Nichte mich zum zweiten Mal zur Großtante gemacht hat. Natürlich musste Großnichtchen mit einer selbst gewerkelten Kleinigkeit begrüßt werden. Kleine Prinzessinnenschuhe hab’ ich ihr gestrickt: mit guten Wünschen in jeder Masche, so wie sich das gehört. (Noch kann sie sich ja nicht wehren ;-)

Das Modell erkennt die Online-Strickerin sofort: Saartje’s Bootees aus Sockengarn. Allerdings würde ich die aufwändig konstruierte Originalversion nicht noch einmal nacharbeiten: Das Vernähen der tausend Fäden dauert (gefühlt) länger als das Stricken; außerdem sehen die Nähte innen nicht so schön aus … Aber wer bei ravelry ein wenig herumklickt, findet optimierte Anleitungen.
Dazu gab’s von der wollsüchtelnden Großtante ein Schaaaaaaf mit Körnerkissen im Bauch. Es macht so viel Spaß auf den Kunsthandwerkermärkten nach solchem “Kinderkram” zu suchen:

Für den “großen” Bruder konnten wir ein entzückendes Piraten-Tuch erstehen:

Noch Schlabberlatz-Hosenmatz, und schon Eroberer der Weltmeere :-) … Und weil an Bord gelegentlich ein kalter Wind pfeift, dazu eine Mütze (ihr merkt schon: auch er kann noch nicht gegen’s Bestricktwerden protestieren *hehe*).

Die Idee hab’ ich mal wieder von meiner kreativen Freundin Ulrike übernommen: 3 i-cords von oben, dann kraus und glatt abwechselnd in Runden mit Zunahmen gestrickt. Oben handgefärbte Merino, unten Alpaka von Debbie Bliss.
Witzigerweise strickte Ulrike, während ich das kleine Mützchen produzierte, die Altherrenversion des Modells für unseren Haushalt. Perfekte Passform,

doch in Bezug auf die Farbenpracht drückte die Spenderin leichte Zweifel aus (”Ich weiß ja, dass dein Mann bunte Sachen mag, aber meinst du wirklich, dass er Noro … ? Bei uns würde ja kein Mann damit … “) - Völlig unbegründet, ihre Sorge: “Zu bunt? Was heißt hier bunt?” kam als Antwort vom Beglückten:

;-)

























Den Ring habe ich unten deutlich lockerer gestrickt und abschließend noch in Form gedämpft, damit er schön auf dem Körper aufliegt und sich nicht hochrollt. Das hat das Apaka-Garn gut mitgemacht.






