Archiv für die Kategorie 'Kleinkram'

Kleine Leute - feine Leute

KnitAngel am 7. Februar 2012

Mit stolzgeschwellter Brust hab’ ich zu verkünden, dass meine tolle Nichte mich zum zweiten Mal zur Großtante gemacht hat. Natürlich musste Großnichtchen mit einer selbst gewerkelten Kleinigkeit begrüßt werden. Kleine Prinzessinnenschuhe hab’ ich ihr gestrickt: mit guten Wünschen in jeder Masche, so wie sich das gehört. (Noch kann sie sich ja nicht wehren ;-)

Das Modell erkennt die Online-Strickerin sofort: Saartje’s Bootees aus Sockengarn. Allerdings würde ich die aufwändig konstruierte Originalversion nicht noch einmal nacharbeiten: Das Vernähen der tausend Fäden dauert (gefühlt) länger als das Stricken; außerdem sehen die Nähte innen nicht so schön aus … Aber wer bei ravelry ein wenig herumklickt, findet optimierte Anleitungen.

Dazu gab’s von der wollsüchtelnden Großtante ein Schaaaaaaf mit Körnerkissen im Bauch. Es macht so viel Spaß auf den Kunsthandwerkermärkten nach solchem “Kinderkram” zu suchen:

Für den “großen” Bruder konnten wir ein entzückendes Piraten-Tuch erstehen:

Noch Schlabberlatz-Hosenmatz, und schon Eroberer der Weltmeere :-) … Und weil an Bord gelegentlich ein kalter Wind pfeift, dazu eine Mütze (ihr merkt schon: auch er kann noch nicht gegen’s Bestricktwerden protestieren *hehe*).

Die Idee hab’ ich mal wieder von meiner kreativen Freundin Ulrike übernommen: 3 i-cords von oben, dann kraus und glatt abwechselnd in Runden mit Zunahmen gestrickt. Oben handgefärbte Merino, unten Alpaka von Debbie Bliss.

Witzigerweise strickte Ulrike, während ich das kleine Mützchen produzierte, die Altherrenversion des Modells für unseren Haushalt. Perfekte Passform,

doch in Bezug auf die Farbenpracht drückte die Spenderin leichte Zweifel aus (”Ich weiß ja, dass dein Mann bunte Sachen mag, aber meinst du wirklich, dass er Noro … ? Bei uns würde ja kein Mann damit … “) - Völlig unbegründet, ihre Sorge: “Zu bunt? Was heißt hier bunt?” kam als Antwort vom Beglückten:

;-)

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Glitzerglamour

KnitAngel am 23. Oktober 2011

Von wegen “diamonds are a girl’s best friends” … Wir Strickerinnen wissen es besser: Kuschelweiches Merinogarn in der Lieblingsfarbe mit einem Hauch von Glitzer - nicht zu aufdringlich, sondern “sparkling” auf den zweiten Blick. _Das_ ist umwerfend! - Ebenso toll: ein zartes Garn mit viel glänzender Seide, die alles zum Funkeln bringt *yummi*. Absolut perfekt gerät das Glück, wenn einem die eine Freundin das erste Supergarn schenkt und die andere Freundin ein paar Tage später das zweite - und obendrein eine inspirierende Halskette im Gepäck hat.

Leider hab’ ich diese besonders schönen Garne nicht annähernd realistisch fotografiert bekommen. Ihr müsst es mir einfach so glauben, wie toll die sind (und: doch, sie sind grün;-)

Links:” Meristella” von SHEEPAINTS (75% Merino, 20% Nylon, 5 % Stellina Sparkle). Daneben in zwei dunkleren Olivtönen die “Filisilk” von Zitron (70% Merino, 30% Seide), die ich zweifädig verarbeitet hab’.

Damit musste und konnte ich die Halskette sofort nachstricken.

Es handelt sich um das Modell sev[en]circle von Kirsten Johnstone, das sich via ravelry gratis herunterladen lässt. Danke dafür!

Letztlich strickt man einfach nur Glatt-Rechts in Runden und kettet, sobald ein “Halsreifen” bzw. eine der “Ketten” breit genug ist, den Großteil der Maschen ab, um in der nächsten Runde neue Maschen für einen weiteren Ring anzuschlagen. Lediglich im Nacken wächst ein zusammenhängender Streifen Glatt-Rechts-Gestrick in die Höhe. Weil der sich allerdings beim Tragen vermutlich unkontrolliert zusammenknuddelt, hab ich das Ganze (natürlich *g) etwas ordentlicher sortiert, indem ich einzelne Ketten wie Biesen aneinandergestrickt habe. Also mit einer freien Nadel Maschen aus dem “Nackenstreifen” aufgespießt (siehe die untere waagerecht liegende Nadel) …

und mit den Maschen eines fertigen Rings (obere waagerecht liegende Nadel) zusammengestrickt:

So sehen die zusammengestrickten Ringe dann aus (bevor der Rest der Runde abgekettet wird, um den oberen Ring fertigzustellen):

Das ergibt eine halbwegs ordentliche Nackensilhouette;

Interessanter ist natürlich das Tragefoto von vorn. Bitteschön:

Na, wer strickt sich als Nächste ein solches Schmuckstück?

Und noch ein Kommentar in eigener Sache: Nachdem mich seit Monaten eine Sehnenscheidenentzündung plagt, müssen die Handarbeiten immer noch weitgehend ruhen. Aber vielleicht mag die eine oder der andere diese Seiten im Feedreader lassen. Der sagt dann einfach Bescheid, wenn’s was Neues gibt.

Ich wünsch’ euch eine gute Zeit!

Angelika

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Mini - mini …

KnitAngel am 16. März 2011

Mini-Raglan,

Zwergen-Knopfblende …

Baby-Sophisticate Jacket von Linden Down (vielen Dank für die Gratis-Anleitung!)

Gestrickt aus ca. 2,5 Knäuelen “Alta Moda Estate” von Lana Grossa (80% Baumwolle, 10% Seide, 10% Polyamide.

Mein Herzenswunsch nicht nur für den zukünftigen kleinen Besitzer, sondern für alle Kinder dieser Erde: Möge der Kelch noch einmal an uns vorübergehen und mögen sie lernen, es besser  zu machen und im Einklang mit ihrem Planeten zu leben. Mehr kann ich zu der aktuellen Situation, die schon so lange zu befürchten war und die so fatal an die Posaunen-Engel der Apokalypse erinnert, nicht sagen.

Bedrückt grüßt

Angelika

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Nicht für die Tonne

KnitAngel am 31. Januar 2011

Nein, nicht “für die Tonne”, sondern nur oben drauf, weil da noch etwas Sonne hin kam:

Nachdem ich diese Teufelsmütze fast fertig gestrickt hatte (mit diversen ‘Rückstrick’-Aktionen - siehe letzter Beitrag), habe ich bei Frau Wollgespinst eine Version entdeckt, die ich nicht nur hübscher finde, sondern die meines Erachtens auch einfacher zu stricken ist - und ohne Nähte auskommt: die Norwegian Sweet Baby Cap von Gro. Die werde ich wohl als Nächstes ausprobieren, ich bin jetzt nämlich stolze Großtante :-)) Doch zurück zu meiner Mütze nach einer Drops-Anleitung:

Klasse finde ich die I-Cord-Strippen mit den Hebemaschen. Die werden - zumal mit dickerer Nadel gestrickt - ganz weich.

Doch dann die Näherei. Damit nichts drückt, durften keine ‘Säume’ entstehen - also habe ich die Teile flach ‘nebeneinander’ genäht. Ich glaube, man nennt die Stiche auf dem Foto, mit denen ich die oberen Nähte geschlossen habe, “überwendlich” ? Hinten konnte ich ganz einfach die “Knötchen” der Krausrippen verbinden. So blieben alle Nähte glatt. Und die leichten Dellen, die sich anfangs am Ende der kurzen Nähte auf dem Kopf zeigte, waren nach dem Waschen vollständig verschwunden.

Jetzt geht’s auf die Reise … mit großen Hopsern, bis hinter Wien.

Anleitung: BabyDROPS number 16-6
Garn: Sockengarn (muss die Banderole suchen)
Nadelstärke: 3,0
Verbrauch: 30 g

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Das-kann-doch-nicht-so-schwer-sein

KnitAngel am 30. Januar 2011

… in jeder zweiten Reihe zunehmen am Rand und vor M3 sowie nach M5 - abnehmen vor und nach türkisem Marker … in jeder vierten Reihe dann zusätzlich entsprechend ab- bzw. zunehmen bei den Strecken zwischen Orange … (Komme mir vor, wie beim “Schiffe-Versenken”.) In den Rückreihen dann Kontrolle, ob immer fein 16 bzw. 22 Maschen zwischen den Mittelmaschen liegen … (Natürlich tun sie das oft genug nicht *hmpf*).

Das hatte ich mir entspannter vorgestellt … Ich geh’ dann mal wieder (”elf, zwölf, dreizehn” …) weiterzählen (”vierzehn, fünfzehn - fünfzehn? ?? neu …)

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quite old-fashioned

KnitAngel am 26. Januar 2011

In letzter Sekunde haben glänzende “Spiegelei”-Knöpfe die “Rumkugeln” geschlagen:

Zum Hut …

einen gefächerten Steck-Schal …

… und ein paar ’schnelle’ Stulpen, denen ich vielleicht auch noch jeweils einen Knopf oben/außen spendieren werde:

Das Garn (ONline “Linie 157″) hat mich jetzt nicht vom Hocker gehauen - es bot sich lediglich im Mini-Wollladen des Vororts für eine schnelle Mütze an. Es ist beim Stricken ziemlich fest - dennoch dehnt sich die (ungewaschene!) Mütze gefährlich aus. Im Zweifelsfall mag ich das aber lieber, als wenn sie zu eng sitzt. Schal und Stulpen habe ich trotzdem noch gewaschen, weil die gestrickten Falten zunächst wirklich zu hart waren. ….  Ja, ja, das hätte ich besser mal vorab mit einer Maschenprobe getan, denn anschließend wurde die Textur nicht nur viel weicher, sondern ging auch ziemlich aus dem Leim. Bei einem Schal ist solch ein Zuwachs zwar nicht so wichtig, doch hätte ich vorher gewusst, wie stark sich die Wolle verändert, hätte ich die “Fächer”-Enden nicht mit noch größerer Nadel neu gestrickt! So übergroß sind mir die Maschen nämlich _eigentlich_ zu ungleichmäßig. (Aber nicht ungleichmäßig genug, um sie ein zweites Mal neu zu stricken … Ihr seht, ich lerne Gelassenheit dazu ;-)

#

Hut: Buttoned Cloche” von Andrea Delhey
Schal: Fan Neckwarmer” von Tania Marshall
Garn: ONline “Line 157, Tessa”, 100% Schurwolle (Achtung: MaPro waschen!)
Nadelstärken: Hut: 4,0 + 4,5
Schal: 6,0 und 5,0
Verbrauch: Hut 94 g, Schal 141 g, Stulpen 42 g

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Ich kann auch “dick” …

KnitAngel am 12. Januar 2011

Angesichts des Wetters überkam mich letztlich heftiges Verlangen nach dickem, weichen Wintergarn. Und siehe da, beim letzten Spinnstammtisch wurden die richtigen ‘Viren’ gestreut. Gaby Funke, die mit ihrer Kerpener Spinnstube auch einen wunderschönes Ladenlokal führt, hatte schmuseweiche Halswärmer (und natürlich auch das Material für Selbststricker) im Repertoire: “Azteca” von Katia hat zwar 50 % Poly beigemischt, doch das Garn ist dadurch natürlich herrlich leicht, und es fühlt sich trotzdem gut an.

Zum ‘Warmstricken’ hab’ ich direkt mal drei dieser Schläuche produziert: Einfach breite Rippen mit Nadel Nr. 8 hochgestrickt, bis ein Knäuel verbraucht ist. Man kann diese Halswärmer dekorativ wie einen Wasserfallkragen einsetzen oder über die Schultern bzw. als Kapuze über den Kopf ziehen. (Das könnt ihr euch jetzt hoffentlich auch ohne Tragefotos vorstellen ;-)

Die Kombination in den Herbsttyp-Farben gefällt mir so gut, dass ich nicht nur direkt noch einen zweiten Halswärmer für eine Freundin daraus gesrick habe, sondern auch noch eine weitere Tüte davon an Land gezogen. Was daraus wird (bzw. werden soll … ich hadere mal wieder mit der Passform), zeige ich beim nächsten Mal.

Bis dann!

Angelika

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Wackelpilz

KnitAngel am 12. Dezember 2010

Obwohl ich tendenziell mit ‘Nippesfiguren’ eher weniger im Sinn habe … zur Weihnachtszeit kommt mein ‘Kitschgen’ doch zum Vorschein. Letztes Jahr das Rotkehlchen … und nun ein weiteres Requisit für den Zauberwald. Ein (ver)wackel(ter) Pilz. Verwandelt zusammen mit der ganzjährigen Lichterkette unseren Fikus in einen Adventsbaum ;-) Die Anleitung findet ihr im vierten Törchen des Adventskalenders von Drops.

Einen schönen dritten Advent wünsch’ ich euch mit Plätzchenduft und Kerzenschein. Heute Abend zeig’ ich euch dann noch ein Buch, das ich empfehlenswert finde.

Angelika

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Vorweihnachtliches

KnitAngel am 30. Dezember 2009

Jetzt darf man ja endlich nach und nach die Vorweihnachtsproduktion zeigen :-)

Passend zu diesen Handstulpen gab’s noch einen Halswärmer, …

der sich aber auch gut als Ohrenwärmer bzw. Mützenersatz tragen lässt.
Den Ring habe ich unten deutlich lockerer gestrickt und abschließend noch in Form gedämpft, damit er schön auf dem Körper aufliegt und sich nicht hochrollt. Das hat das Apaka-Garn gut mitgemacht.

Genaue Beobachter werden hier den dritten Stulp auf den Nadeln erkennen. Weil mir das erste Paar für meine nette und handarbeitstechnisch so kompetente Wichtelpartnerin nicht gleichmäßig genug geraten war, wurde nachproduziert: Jetzt besitze ich auch welche - nur nicht ganz so schön ;-)

#

Modell: anne hanson: Leafprints
Garn: Baby Alpaca DK / Rowan Classic
Nadelstärke: 5 (meine ich …)
Verbrauch: > 100 g (also 3 Knäuel kaufen!)

Damit wünsche ich euch jetzt eine schöne Silvesterfeier und einen guten Rutsch ins neue Jahr!
Und tschüss …

Angelika (… die jetzt übrigens auch weiß, wie Baumharz aus hellen Mänteln herauszubekommen ist …)

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Glückliche Fügung

KnitAngel am 20. Dezember 2009

Wenn es am vierten Adventswochenende schneit und eine fleißige Strickerin kurz zuvor viele kleine Fädchen kunstvoll zusammengefügt hat, die vorzugsweise braun, orange, rot und weiß sind (ich hoffe, ihr habt den letzten Blogeintrag gesehen), dann - und nur dann - kann ein vorweihnachtliches Wunder geschehen. Dann macht sich nämlich Robin Rotkehlchen, seines Zeichens Hofsänger der plätzchenbackenden Engel … (ihr wisst doch: wenn der Himmel im Advent so rot ist wie Robins Brust, dann backen die Engelchen im Himmel die Kekse; und am vierten Advent sind sie fertig damit, so dass Robin sie nicht mehr bei Laune halten muss), dann also macht sich dieser Robin auf zur Haltestelle, die sich auf der großen Lichtung im Zauberwald befindet.

Unter solch guten Bedingungen kann er nämlich eine Reise unternehmen, die so weit ist, dass er sie mit seinen kleinen Flügeln nicht schaffen würde: Bei schönem Winterwetter, so wie es uns gestern beschert war, mit weißem Schnee und blauem Himmel, steht in der Adventszeit der funkelnde Zauberwaldexpress zur Verfügung. Auch dieses Mal musste der kleine Kerl gar nicht lange auf seinem Pilz warten, bis der König des Waldes höchstpersönlich vorbeikam,


… um Robin zu den Menschen zu bringen: aufsitzen und ab geht die Post.

Ich konnte es kaum glauben, als ich gestern Nachmittag ein Rotkehlchen vor unserer Türe habe flöten hören. Ganz vorsichtig hab’ ich mich rausgepirscht - und da saß der kleine Kerl.

Welch ein Glück! Denn wer ihn in den Tagen vor Weihnachten sieht, wird ganz besonders schöne Feiertage erleben :-) Er war auch gar nicht scheu, posierte sogar gerne für euch vor meiner Kamera.

Bis Weihnachten wird er unser Gast bleiben, bevor es ihn wieder nach Hause in den Himmel zieht (… ja, auf unserer Weihnachtskiste steht “Himmelskram” ;-). Jetzt schon hat Robin mir verraten, dass er nächstes Jahr gerne ein paar andere fleißige Strickerinnen besuchen möchte. Vorausgesetzt natürlich … siehe oben.

Wer sich für alle Fälle gut vorbereiten und quasi die Lampen ordentlich putzen will, sieht sich am besten schon mal nach Wollresten in den richtigen Farben um. Wie diese dann zusammengefügt werden müssen, hat Jacqui Turner aufgeschrieben.

Einen schönen vierten Advent wünschen
KnitAngel und Robin Rotkehlchen

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