Geht es euch auch so? Wenn man sich auf irgendetwas besonders freut, birgt dies die Gefahr späterer Enttäuschung; wenn man keine Lust auf eine Veranstaltung hat, gerät diese häufig besonders beschwingt; und wenn man etwas besonders gut hinbekommen möchte … nun ja …
Dass ich einen besonderen “Dankeschön”-Schal stricken möchte, der nicht so einfach gelingen will, wisst ihr vielleicht noch. Erster Versuch war “Fernfrost” aus Baby-Alpaka. Keine glückliche Kombination, jedenfalls nicht mit meiner Nadelstärke und Strickweise. Dann der zweite Versuch: feines Mohairgarn und ein durch geradlinige Wiederholung eher schlichtes Spitzenmuster. Eigentlich sehr schön: hauchzart und flauschig,

trotzdem nicht zu verspielt

und mit 1,80 x 30 überdies von lässigem Format.

Doch kurz vor Schluss bemerkte ich einen kapitalen Fehler, zu dem es nicht mehr zurückzuribbeln lohnte. Und ich meine einen wirklich kapitalen Fehler. Mit kleineren Unachtsamkeiten wie einer verlorenen Masche oder eine übersehene Reihe konnte ich mich arrangieren bzw. sie wegschummeln. Doch das hier?

Damit war die Toleranzgrenze leider deutlich überschritten. Klar, wenn ich keinen roten Pfeil dransticke, sieht man das Problem beim Tragen vermutlich kaum. Dennoch! Wer jetzt denkt, ich sei einfach zu pingelig, verfolge bitte mit den Augen die senkrechten Perlenschnüre und die dazwischen liegenden Rauten jeweils in ihrer Spalte. - Alles klar?
Schön genug, dass ich ihn zuende gestrickt habe und gelegentlich an eine Freundin verschenken werde, die ihn mag, ist der Schal selbstverständlich trotzdem. Aber für seinen ursprünglichen Zweck leider nicht mehr qualifiziert.
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| Modell: | “Zarte Spitze” |
| Designerin: | Louisa Harding |
| Anleitung: | Mütze, Schal & Handschuhe stricken |
| Garn: | Mohair Lace von Elann |
| Nadelstärke: | 4,0 |
| Verbrauch: | 50 g |
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Inzwischen ist übrigens Variante 3 angestrickt. Auch ein sehr attraktives Modell. Eigentlich. Bin mal gespannt, was dieses Mal passieren wird ;-)
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