Archiv für die Kategorie 'Tuch&Schal'

Fehlertoleranz

KnitAngel am 7. Mai 2012

Geht es euch auch so? Wenn man sich auf irgendetwas besonders freut, birgt dies die Gefahr späterer Enttäuschung; wenn man keine Lust auf eine Veranstaltung hat, gerät diese häufig besonders beschwingt; und wenn man etwas besonders gut hinbekommen möchte … nun ja …

Dass ich einen besonderen “Dankeschön”-Schal stricken möchte, der nicht so einfach gelingen will, wisst ihr vielleicht noch. Erster Versuch war “Fernfrost” aus Baby-Alpaka. Keine glückliche Kombination, jedenfalls nicht mit meiner Nadelstärke und Strickweise. Dann der zweite Versuch: feines Mohairgarn und ein durch geradlinige Wiederholung eher schlichtes Spitzenmuster. Eigentlich sehr schön: hauchzart und flauschig,

trotzdem nicht zu verspielt

und mit 1,80 x 30 überdies von lässigem Format.

Doch kurz vor Schluss bemerkte ich einen kapitalen Fehler, zu dem es nicht mehr zurückzuribbeln lohnte. Und ich meine einen wirklich kapitalen Fehler. Mit kleineren Unachtsamkeiten wie einer verlorenen Masche oder eine übersehene Reihe konnte ich mich arrangieren bzw. sie wegschummeln. Doch das hier?

Damit war die Toleranzgrenze leider deutlich überschritten. Klar, wenn ich keinen roten Pfeil dransticke, sieht man das Problem beim Tragen vermutlich kaum. Dennoch! Wer jetzt denkt, ich sei einfach zu pingelig, verfolge bitte mit den Augen die senkrechten Perlenschnüre und die dazwischen liegenden Rauten jeweils in ihrer Spalte. - Alles klar?

Schön genug, dass ich ihn zuende gestrickt habe und gelegentlich an eine Freundin verschenken werde, die ihn mag, ist der Schal selbstverständlich trotzdem. Aber für seinen ursprünglichen Zweck leider nicht mehr qualifiziert.

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Modell: “Zarte Spitze”
Designerin: Louisa Harding
Anleitung: Mütze, Schal & Handschuhe stricken
Garn: Mohair Lace von Elann
Nadelstärke: 4,0
Verbrauch: 50 g

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Inzwischen ist übrigens Variante 3 angestrickt. Auch ein sehr attraktives Modell. Eigentlich. Bin mal gespannt, was dieses Mal passieren wird ;-)

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Stand der Dinge

KnitAngel am 9. Februar 2012

Stricktechnisch gesehen: der Zackenschal

ist inzwischen vollendet. Nur hab’ ich nicht die geringeste Ahnung, in welcher Garage bzw. welchem Keller ich nach meinen Gummimatten und den Spanndrähten suchen soll (Begleitschaden des Umzugs). Wenn der Schal aber mal gespannt ist, werden Vollendungsfotos und Produktionsdaten nachgereicht.

Und zu euren Kommentaren zum kunterbunten Kleinkram des letzten Beitrags:

Freut mich, dass ihr die Booties auch mögt … und ebenso umständlich anzufertigen findet wie ich. Da sind wir uns ja wieder einig! Und danke, Claudia, die Erdbeermützchen sind wirklich auch allerliebst (*fürs Frühjahr vormerken*). Dann bleibt da noch der Strickterrorist an meiner Seite (immer noch ganz glücklich mit seiner Ringelmütze):Wir arbeiten daran, die einfärbigen Jeans poppig zu pimpen, liebe Brigitte. Natürlich hat dein Adlerauge sowieso das Wesentliche herausgepickt: Ja, der Pulli gehört zum Haushalt, wurde aber - wie du wohl ganz richtig vermutet hast - nicht von mir gestrickt (*hahaha*), sondern von fleißigen Rowanisten. Dass Herr K. F. himself am Werk war, ist wohl weniger zu vermuten … gekauft haben wir die “Törichten Jungfrauen” bei Rosemarie Kaufmann, im alten Stricker(innen)paradies “W & D” …

Fröhliche Grüße

Angelika

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Platz ist …

KnitAngel am 23. Januar 2012

auf dem kleinsten Zettel …

und auf der kleinsten Matte:

Mehr Zettel stand mir unterwegs nicht zur Verfügung - Ausschnitte und Ärmel waren mit dem Gekritzel jedoch zufrieden. Und weil die Moosgummi-Matten noch irgendwo in der Umzugsgarage versteckt lagern, musste sich die Jacke in spe samt ihren vier Ärmeln gedoppelt auf die kleine Spannunterlage kuscheln. Bei dem dünnen Garn kein Problem.

Während das Ganze trocknet, ein wenig Mindless-Gestrick, bevor dann die Jackenblenden noch einmal Konzentration erfordern. Vorfrühlingsgefühle kommen auf:

Zwischendurchgrüße

Angelika

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Rockige Ranken

KnitAngel am 6. September 2011

Mein Schalprojekt zum Rosenresli-Rock:

“Lead or Follow Lace Scarf” von Jackie Erickson-Schweitzer, erweitert um einen Hauptrapport. Theoretisch sollte das Lace-Muster den Rosenranken auf dem Rock halbwegs entsprechen.

Doch in der Praxis klappt’s leider nicht so ganz, weil die Umschlaglöcher bei mir die “Blätter” nicht besonders gut trennen; insbesondere die linken hängen zu eng zusammen. Ich strick’ aber wohl doch weiter und hoffe auf Verbesserung durchs Spannen, wohlwissend dass sich das Material (Seide / Seasilk ) nicht so formen lässt wie Schafwolle.

Es geht sowieso nur im Schneckentempo voran, denn das Muster verlangt meine ganze Konzentration: Auch auf der Rückseite wird Muster gestrickt … und dabei nicht vergessen, die Zeichen spiegelbildlich zu deuten. Also, wer weiß. Sollte mir in nächster Zeit ein noch reduzierteres Muster über den Weg laufen, ribbel ich vielleicht doch. Das Garn verträgt einfach nicht zu viele Manipulationen.

Schönen Gruß

Angelika

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Die Sockentransformation

KnitAngel am 21. August 2011

Mal wieder nach dem Motto “besser spät als nie” hier noch die Fotos von meiner Sockentransformation. Aus dem Löwenanteil zweier Ex-Sockenpaare, oder präziser angegeben: 238 Gramm Wollmeisengarn …

entstand ein “Hitchhiker” von ungedehnt 1,70 m Länge; die Abkettkante misst 85 cm.

Lang genug, um den Schal auf verschiedene Arten drapiert zu tragen,

aber (gerade) noch nicht zu schwer. - Mal sehen, was aus dem Rest des Ribbelgarns werden wird.

Eine gute Woche für euch!

Angelika

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U-Boot-Grüße

KnitAngel am 23. März 2011

Ganz kurz tauche ich auf, um ein etwas längeres Abtauchen anzukündigen: Der Umzug lässt sich nicht mehr ignorieren. Fast alle Möbel sind demontiert; sehr vieles entrümpelt und eingelagert; der Rest größtenteils verpackt … und gleich werde ich mein Büro einpacken. Es wird bestimmt einige Wochen dauern, bevor ich hier wieder etwas schreibe. Wäre schön, wenn ihr meine Adresse im Feedreader ließet, damit ich mich aus dem neuen Domizil wieder bei euch melden kann.

Und daran stricke ich abends auf dem Campingstuhl zwischen den Umzugskisten:

Glaubt ihr an Schicksal, Zufall, göttliche Fügung, die Macht des Universums? Gerade erreichte uns der Anruf eines netten Menschen, dessen Haus wir vor fast zwei Jahren gerne gemietet hätten, wenn die Internet-Leitungen besser gewesen wären. - Nun wird das Haus wieder frei, und es hat bessere Leitungen. Wir könnten es haben … Doch der Wohnungsmietvertrag ist unterschrieben (was aber vielleicht noch zu ändern wäre) … Vielleicht sollten wir uns das Haus morgen trotz aller Hektik doch nochmals anschauen fahren. Dann wird der Schal auch fertig, denn so lang ist er schon:

Verwirrt grüßt aus den Umzugskartons

Angelika

P.S.: Während wir vorhin auf einem kurzen Spaziergang durch die Felder beratschlagten, ob das Haus noch in Frage käme … und dabei träumten, dass dann ja auch ein Hund dazukommen könnte, trafen wir doch tatsächlich auf einen sehr netten Mann mit einem kleinen Rudel “Aussies” (Australian Shepherds). Wir unterhielten uns eine Weile. Er machte einen sehr vertrauenswürdigen Eindruck … und eine Nachwuchs-Hundedame wäre noch in gute Hände abzugeben … *hach*

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Frühlingsgefühle?

KnitAngel am 2. März 2011

Nö. Ribbelitis.

Warum? - Darum:

So sehr ich meine Wollmeisen liebe, für Socken sind die reinen Merinos (!) nicht so gut geeignet. Doch die alten Exemplare mit Fersenbelüftung sind viel zu schade zum Wegwerfen. Also werden zwei farbgleiche Paare recycelt. Wenn das Garn gewaschen und getrocknet ist, kann mein Mitnahmeprojekt im Trend-Design weiter wachsen.

Ich find’s übrigens überhaupt nicht schlimm, zu stricken, was tausend Andere auch auf den Nadeln hatten und haben … wenn’s mir denn gefällt. Dass Viele es ebenso mögen, spricht doch nicht gegen die Qualität eines Werks (auch wenn das leider immer wieder mal verächtlich zum Ausdruck gebracht wird, um sich selbst über die Masse zu erheben). Schließlich ist Schönheit doch häufiger konsensfähig, als dass sie im Auge des einzelnen Betrachters liegt. Wie sonst hätten sich so viele Ästhetiken herausbilden können?

Augenzwinkernd grüßt

Lemming Angelika

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quite old-fashioned

KnitAngel am 26. Januar 2011

In letzter Sekunde haben glänzende “Spiegelei”-Knöpfe die “Rumkugeln” geschlagen:

Zum Hut …

einen gefächerten Steck-Schal …

… und ein paar ’schnelle’ Stulpen, denen ich vielleicht auch noch jeweils einen Knopf oben/außen spendieren werde:

Das Garn (ONline “Linie 157″) hat mich jetzt nicht vom Hocker gehauen - es bot sich lediglich im Mini-Wollladen des Vororts für eine schnelle Mütze an. Es ist beim Stricken ziemlich fest - dennoch dehnt sich die (ungewaschene!) Mütze gefährlich aus. Im Zweifelsfall mag ich das aber lieber, als wenn sie zu eng sitzt. Schal und Stulpen habe ich trotzdem noch gewaschen, weil die gestrickten Falten zunächst wirklich zu hart waren. ….  Ja, ja, das hätte ich besser mal vorab mit einer Maschenprobe getan, denn anschließend wurde die Textur nicht nur viel weicher, sondern ging auch ziemlich aus dem Leim. Bei einem Schal ist solch ein Zuwachs zwar nicht so wichtig, doch hätte ich vorher gewusst, wie stark sich die Wolle verändert, hätte ich die “Fächer”-Enden nicht mit noch größerer Nadel neu gestrickt! So übergroß sind mir die Maschen nämlich _eigentlich_ zu ungleichmäßig. (Aber nicht ungleichmäßig genug, um sie ein zweites Mal neu zu stricken … Ihr seht, ich lerne Gelassenheit dazu ;-)

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Hut: Buttoned Cloche” von Andrea Delhey
Schal: Fan Neckwarmer” von Tania Marshall
Garn: ONline “Line 157, Tessa”, 100% Schurwolle (Achtung: MaPro waschen!)
Nadelstärken: Hut: 4,0 + 4,5
Schal: 6,0 und 5,0
Verbrauch: Hut 94 g, Schal 141 g, Stulpen 42 g

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Sonnensegel: so geht’s

KnitAngel am 4. Januar 2011

Einige Anfragen erreichten mich wegen des “Sonnensegel”-Tuchs - die einfachen Dinge sind halt oft die besten.

Die Anleitung reiche ich euch gerne weiter, denn ich denke nicht, dass in diesem Fall ein Copyright zu beachten wäre. Es handelt sich um eines dieser typischen schlichten Designs, die von vielen Strickerinnen ähnlich erprobt und dann von den nächsten ‘anverwandelt’ werden, ohne dass sie irgendwo gedruckt erscheinen.  Doch natürlich muss die Ehre an diejenigen weitergereicht werden, denen sie gebührt: Das Tuch, das ich nachgestrickt habe, hatte Ulrike gestrickt und mir die Machart erklärt. Sie wiederum hatte ein ähnliches Modell abgewandelt, das sie bei Frau Koerner, der Inhaberin von Handarbeiten Müller gesehen hatte. *laudatio ende* Und so geht’s:

Man nehme zwei kontrastierende Materialien. Ich hatte jeweils ein Knäuel Noro Sockenwolle (”Kureyon”) mit zwei Knäueln Schulana “Kid-Seta” verstrickt. (Soweit ich mich erinnere, mit 4mm-Nadeln: Das Gewebe soll weich fallen, aber die glatt-rechten Mohairstreifen dürfen auch nicht zu labberig werden.)

Man beginnt an der schmalen Spitze und strickt abwechselnd kraus-linke “Streifen” aus dem dicken Farbverlaufsgarn und glatt-rechte aus dem Mohairgarn. Dabei wird in jedem “Streifen” nur _einmal_ am Anfang und Ende einer Reihe eine Masche zugenommen. Im Detail habe ich’s folgendermaßen gemacht:

Mit dem Noro-Garn 7 Maschen anschlagen und 3 Krausrippen links stricken (= 6 Reihen linke Maschen).

Dann mit dem feinen Mohairgarn 6 Reihen glatt-rechts stricken, dabei einmal (z. B. in der 3. Reihe) am Anfang und Ende der Reihe eine Masche aus dem Querfaden verschränkt zunehmen (jeweils 2 Maschen vom Rand entfernt). Am Ende dieses “Streifens” sind also 9 Maschen auf der Nadel.

Dann wieder 3 Krausrippen (also 6 Reihen links) im dicken Garn … (und einmal wie gehabt zunehmen = 11 Maschen) …

und 6 Reihen glatt-rechts mit dem dünnen Garn (und wieder zunehmen … wenn ich’s mal vergessen hatte, dann hab’ ich’s einfach in der nächsten Reihe nachgeholt).

Das war’s auch schon: Enden mit dem dicken Garn und ganz locker abketten.

Liebe Ulrike, sollte ich jetzt etwas falsch beschrieben haben, bitte korrigieren!

[Nachtrag: Ulrikes Erklärung zur Behandlung der Fäden beim Farbwechsel: “Der Faden der anderen Farbe wird an der Seite immer ‘mitgenommen’, und zwar so, dass er zu Beginn jeder zweiten Reihe einmal mit dem Hauptfaden verdreht wird. So hast Du erstens keinen langen Spannfaden und machst zweitens den mitgenommenen Faden nahzu unsichtbar.”]

Den “Blupp” hatte ich gehäkelt nach einer Anleitung in folgendem Buch:

Edie Eckman: Beyond-the-square. Crochet Motifs (Motiv Nr. 140).

Viel Spaß beim Nachstricken, und ich fänd’s schön, wenn ihr mal Fotos zeigen würdet (falls ihr bloglos seid, könnt ihr sie mir zum Veröffentlichen schicken).

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Metamorphosen

KnitAngel am 4. Januar 2011

So altvertraut und doch immer wieder faszinierend neu: die Metamorphose …

eines zerknüddelten Wischtuchs. Kurzes Erholungsprogramm mit Schönheitsbad …

und etwas Stretching …

und schon ist das hässliche Entlein zum eleganten Schwan mutiert.

Hmmm, vielleicht sollte ich mir auch mal wieder einen Bade-/Yogatag gönnen? *g*

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Modell: MysticGlance
Anleitung: Birgit Freyer (Die-WollLust)
Garn: Lacegarn vom Bluefaced-Leicester-Schaf,
Weinlaubfärbung von der WollSchnegge

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Ich hoffe, Ihr hattet einen guten Start ins neue Jahr. Möge Fortuna euch 2011 hold sein.
Angelika

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